Forschung + Innovation
Neuer Forschungssatellit der TU Berlin für Indonesien

Ein Forschungssatellit der Technischen Universität Berlin wird in Indonesien künftig beim Überwachen von Umweltphänomenen helfen. Die Universität übergab den mit zwei Kameras ausgestatteten Satelliten am Mittwoch der indonesischen Raumfahrtbehörde Lapan.

dpa BERLIN. Ein Forschungssatellit der Technischen Universität Berlin wird in Indonesien künftig beim Überwachen von Umweltphänomenen helfen. Die Universität übergab den mit zwei Kameras ausgestatteten Satelliten am Mittwoch der indonesischen Raumfahrtbehörde Lapan.

Der so genannte Lapan-Tubsat soll mit einer indischen Trägerrakete ins All geschossen werden und einen Blick auf Umweltprobleme und Überschwemmungen ermöglichen. Indonesien hatte den Tubsat 2003 für eine Million Euro geordert. Weitere Kooperationen sollen folgen.

Der Tubsat könne interessante Phänomene per Mausklick aus verschiedenen Blickwinkeln verfolgen, erläuterte Prof. Udo Renner vom TU-Institut für Luft- und Raumfahrt. Bei Bedarf lasse sich über die zweite Kamera, die wie ein Fernrohr funktioniere, das Ziel heranzoomen: „Bis zu sechs Meter kleine Gegenstände sind zu erkennen.“ So seien Veränderungen an Küstenstreifen, Wasserverschmutzungen oder auch Heuschrecken-Befall zu identifizieren. „Im Fall New Orleans etwa könnten wir Genaues über die Überflutungsgebiete sagen“, sagt Renner.

Bedingungen für den Einsatz seien allerdings ein klarer Himmel und eine starke Antenne. Der Lapan-Tubsat vom Ausmaß eines großen Postpakets ist bereits der siebte Forschungssatellit aus der Werkstatt der TU-Weltraumforscher.

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