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Neuer Nasa-Direktor Griffin tritt sein Amt an

Der neue Direktor der US-Weltraumbehörde Nasa, Michael Griffin (55), hat nach der Bestätigung durch den US-Senat sein Amt angetreten. Griffin stellte sich am Donnerstag (Ortszeit) in Washington den 18 000 Mitarbeitern über den hauseigenen Fernsehkanal Nasa-TV vor.

dpa WASHINGTON. Der neue Direktor der US-Weltraumbehörde Nasa, Michael Griffin (55), hat nach der Bestätigung durch den US-Senat sein Amt angetreten. Griffin stellte sich am Donnerstag (Ortszeit) in Washington den 18 000 Mitarbeitern über den hauseigenen Fernsehkanal Nasa-TV vor.

Er bat in der Übertragung darum, ihn künftig nicht mit „Sir“, sondern seinem Vornamen „Mike“ anzureden. Der Physiker und Raketenspezialist war bereits von 1991 bis 1994 Chefingenieur bei der Nasa. Griffin ist der elfte Direktor in der 47-jährigen Geschichte der Weltraumagentur und löst den zurückgetretenen Chef Sean O'Keefe ab.

Griffin tritt in einer Umbruchphase sein neues Amt bei der Nasa an. Oberste Priorität hat nach seinen Worten die Sicherheit bei dem für Mitte Mai geplanten Start der Raumfähre „Discovery“. Dem werde alles untergeordnet. Der 55-Jährige kündigte außerdem bei der Neustrukturierung der Weltraumbehörde harte Entscheidungen an. Tausende von Nasa-Mitarbeitern in den Bundesstaaten Kalifornien, Ohio und Virginia fürchten wegen Programmkürzungen und Auslagerungen um ihre Arbeitsplätze.

Nach dem tödlichen Unglück der Raumfähre „Columbia“ Anfang Februar 2003 soll am 15. Mai erstmals nach über zwei Jahren wieder ein Space Shuttle mit einer siebenköpfigen Besatzung zur internationalen Raumstation ISS starten. Bislang sind aber erst acht von 15 Sicherheitsauflagen zur Zufriedenheit einer Untersuchungskommission erfüllt worden. „Es wird schwierig, es wird hektisch, aber zusammen schaffen wird es“, sagte Griffin.

Zeitgleich mit Griffins Dienstantritt wurde am Donnerstag erstmals der rund 47 Meter große und völlig neu konstruierte Außentank der Raumfähre mit knapp 1,9 Mill. Litern Treibstoff gefüllt und getestet. Zu den Sicherheitsauflagen gehört, dass kein Schaumstoffstück beim Start vom Außentank abfallen und die Raumfähre beschädigen kann - wie dies im Fall der „Columbia“ geschehen war.

Griffin kündigte weiterhin an, dass er die Raumfahrtvision von Präsident George W. Bush umsetzen und entsprechende Prioritäten setzen werde. Bush wünscht sich eine Rückkehr der Nasa zur bemannten Raumfahrt über den Mond und Mars hinaus. „Wenn Amerika im 21. Jahrhundert unter allen Nationen hervorragen will, dann muss es dies auch als Raumfahrtnation tun“, sagte Griffin.

Bei seiner Anhörung vor einem Senatskomitee hatte Griffin den ISS-Partnern versichert, dass die Nasa ihre Verpflichtungen einhalten werde. Der neue Nasa-Direktor will außerdem noch einmal prüfen, ob das Weltraumteleskop „Hubble“ gerettet werden kann.

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