Forschung + Innovation
Neuer Schutz für Naturstein-Denkmäler gegen Umweltschadstoffe

Eine neue Methode schützt Denkmäler aus Naturstein besonders effektiv vor Autoabgasen, Industriestäuben und saurem Regen. „Wenn der Stein mit Kieselsäureester behandelt wird, stellt sich ein Festigungserfolg ein.“

dpa OSNABRüCK. Eine neue Methode schützt Denkmäler aus Naturstein besonders effektiv vor Autoabgasen, Industriestäuben und saurem Regen. „Wenn der Stein mit Kieselsäureester behandelt wird, stellt sich ein Festigungserfolg ein.“

Das sagte Lutz Töpfer von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) bei einer Expertentagung am Dienstag in Osnabrück. Das System mit elastischen Kieselgelen sei eine neue Methode zur Behandlung von Schäden durch aggressive Umweltschadstoffe an Kulturgütern aus Naturstein.

Nach Angaben Töpfers eignet sich dieser neue Konservierungsansatz besonders für Denkmäler, die an Ort und Stelle behandelt werden müssen. Bei solchen, die abtransportiert werden können, sei je nach Beschaffenheit des Objekts zur Versiegelung auch das Tränken in Acrylharz möglich.

Seit ihrer Gründung 1991 habe die DBU mehr als 550 Projekte zur Entwicklung innovativer Lösungen im Kulturgüterschutz angeschoben, sagte Töpfer. Zu den Kulturgütern zählen auch national bedeutsame Gärten, Parks, Friedhöfe und Ausstellungen. „Wir haben schon Maßnahmen am Kölner und Erfurter Dom gefördert sowie das Freiburger und Ulmer Münster behandelt“, sagte Töpfer. Allein zur Konservierung und Restaurierung von Denkmälern aus Naturstein wie Kalk, Sand und Trachyt seien rund 30 Mill. Euro aufgewendet worden.

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