Neuer Startversuch für Ariane-5-ECA

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Neuer Startversuch für Ariane-5-ECA

Mit einem Tag Verspätung soll an diesem Samstagabend die neue europäische Trägerrakete Ariane-5-ECA von Kourou in Französisch Guyana in den Weltraum starten. Der Start ist für die Zeit zwischen 20.49 Uhr 22.10 Uhr geplant.

dpa PARIS. Mit einem Tag Verspätung soll an diesem Samstagabend die neue europäische Trägerrakete Ariane-5-ECA von Kourou in Französisch Guyana in den Weltraum starten. Der Start ist für die Zeit zwischen 20.49 Uhr 22.10 Uhr geplant.

Ein Scheitern hätte „ernste Folgen, denn wir brauchen den Zehn-Tonnen-Träger, um wettbewerbsfähig zu bleiben“, sagte der Chef von EADS Space, François Auque, am Freitag dem französischen Rundfunk. An Bord der Rakete sind der spanische Kommunikationssatellit Xtar-Euro und der Testsatellit Maqsat-B2, der als Plattform für europäische Experimente dienen soll.

Der Jungfernflug die Ariane-5-ECA (ECA: Evolution Cryotechnique Version A) im Dezember 2002 war gescheitert: Wegen Haarrissen in den Kühlkanälen war die Rakete vom Kurs abgewichen und musste gesprengt werden. Der zweite Startversuch wurde verschoben, um ein Bauteil auszutauschen, nachdem bei der Überprüfung eines Zwillingsteils am Boden Probleme aufgetreten waren.

„Wir haben es geschafft, die Kosten um mehr als 30 Prozent zu senken“, sagte Auque. „Wir können endlich eine Rakete für zehn Tonnen Nutzlast zum Preis einer früheren Rakete für sechs Tonnen Fracht vermarkten.“ Die Oberstufe der neuen Ariane wurde in Bremen entwickelt und gebaut. Das Vorgängermodell Ariane-5-G für sechs Tonnen Fracht soll in den kommenden zehn Jahren im Einsatz bei der Versorgung der internationalen Weltraumstation ISS bleiben.

Die Raumtransportgesellschaft Arianespace stellt für einen Ariane-Flug 150 Mill. Euro in Rechnung. Sie kann damit kaum Gewinne schreiben. Arianespace vermarktet neben der Ariane auch die russische Rakete Sojus. Die Firma muss sich im Markt gegen die amerikanisch-russische International Launch Services (Atlas, Proton) und die amerikanisch-russisch-norwegisch-ukrainische Boeing Launch Services (Delta, Zenith) behaupten.

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