Forschung + Innovation
Neuer Wirkstoff hält das Gehirn auf Trab

Ein neuer Wirkstoff kann die Hirnleistung steigern und auch Probanden unter Schlafentzug geistig hellwach halten. Das hat zumindest eine kleine Studie mit 16 Teilnehmern an der Universität von Surrey im britischen Guildford ergeben.

dpa LONDON. Ein neuer Wirkstoff kann die Hirnleistung steigern und auch Probanden unter Schlafentzug geistig hellwach halten. Das hat zumindest eine kleine Studie mit 16 Teilnehmern an der Universität von Surrey im britischen Guildford ergeben.

Das berichtet der „New Scientist“ in seiner Ausgabe vom nächsten Samstag. Julia Boyle und Kollegen verabreichten den 18 bis 45 Jahre alten männlichen Probanden unterschiedliche Mengen des Ampakins Cx717. Dabei zeigte sich, dass schon geringe Dosen wacher, leistungsfähiger und konzentrierter machten. Das Medikament könnte einmal Patienten mit Alzheimer, Narkolepsie (Schlafzwang) oder Aufmerksamkeitsstörungen (Adhs) helfen.

Die Testteilnehmer durften nicht schlafen und mussten in bestimmten Abständen wiederholt Aufgaben lösen. Dabei kontrollierten die Forscher unter anderem die Gehirnströme der Probanden. Testteilnehmer, die das Ampakin bekommen hatten, schnitten regelmäßig besser ab als solche, die ein wirkungsloses Scheinmedikament (Placebo) erhalten hatten. Nebenwirkungen, wie Nervosität oder Überspannung, die beispielsweise Coffein oder Amphetamine verursachten, seien nicht beobachtet worden, schreibt das Magazin.

Das Ampakin erhöhe die Aktivität des körpereigenen Nervenbotenstoffs Glutamat, lautet die Erklärung für die gehirnleistungssteigernde Wirkung. „Wir haben alle denselben Computer, laufen aber mit unterschiedlicher Spannung“, sagte Ampakin-Erfinder Gary Lynch von der Universität von Kalifornien in Irvine dem „New Scientist“. Ampakine erhöhten diese „Spannung“.

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