Forschung + Innovation
Neues Institut für Europas größte Eiszeitsammlung eröffnet

Europas umfangreichste Sammlung von Tier- und Pflanzenfossilien aus der Eiszeit steht seit Mittwoch vollständig für die internationale Forschung zur Verfügung.

dpa WEIMAR. Europas umfangreichste Sammlung von Tier- und Pflanzenfossilien aus der Eiszeit steht seit Mittwoch vollständig für die internationale Forschung zur Verfügung.

Mit dem Umzug des Weimarer Eiszeit-Instituts in neue Räume sei der wissenschaftliche Schatz erstmals sachgerecht untergebracht, sagte Thüringens Kultusminister Jens Goebel (CDU) bei der Eröffnung. Die rund 60 000 Präparate der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft waren zuvor auf mehrere Standorte in der Stadt verteilt.

Für den Umbau der ehemaligen Kinderklinik für das Institut hatten der Bund und das Land jeweils 1,25 Mill. Euro gezahlt. Die neuen Räume böten optimale Voraussetzungen für die wissenschaftliche Arbeit der zwölf Institutsmitarbeiter, sagte Goebel. Außerdem könne die Sammlung erstmals im richtigen Raumklima und auch ihrem Wert entsprechend gesichert aufbewahrt werden. „Lagerungsbedingte Schäden sind damit nicht mehr zu erwarten.“

Der Institutsbau erhielt den Namen „Wolfgang-Soergel-Haus“. Damit soll an den 1 887 in Weimar geborenen Geologen und Paläontologen Soergel erinnert werden. Die Quartärpaläontologie Weimar ist seit dem Jahr 2000 Bestandteil des Forschungsinstituts Senckenberg der Naturforschenden Gesellschaft, die auch Träger des Naturmuseums in Frankfurt am Main ist.

Die Fossilien in Weimar sind zwischen zwei Mill. und 10 000 Jahre alt und stammen aus 130 Fossilvorkommen. In Thüringen wurden unter anderem Waldnashörner, Braunbären und Riesen-Rotwölfe geborgen. Zur Sammlung gehören auch die größte Hyäne der Welt, die größten Nilpferde sowie ein halbes Skelett eines Riesengeparden.

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