Neues Spionageflugzeug geplant
Roboter-Fledermaus für den Häuserkampf

Gerade einmal 16 Zentimeter groß soll die Roboter-Fledermaus sein, die die Universität Michigan derzeit für die US-Armee entwickelt. Com-Bat - so der Name des maschinellen Flatterviehs - soll in städtischem Kampfgebiet aus geringer Höhe Informationen sammeln.
  • 0

BERLIN. Die Universität Michigan hat Forschungsgelder zur Entwicklung eines Roboter-Spionageflugzeugs erhalten. Das Flugzeug mit einer Länge von gerade einmal 16 Zentimetern ähnelt äußerlich einer Fledermaus. Die US-Armee will das Flattervieh nutzen, um aus städtischen Kampfgebieten visuelle Informationen aus geringer Höhe zu erhalten. Diese Überwachungsbilder sollen aber nicht das Einzige sein, was die Kampf-Fledermaus empfangen kann.

Mittels spezieller Sensoren soll Com-Bat - so der Name der Fledermaus - auch Töne und sogar Gerüche erkennen. Die Datenübermittlung an die Soldaten am Boden erfolgt per Funk in Echtzeit, so das Ziel. Durch die so mögliche bessere Aufklärung sollen taktische Vorteile im Häuserkampf gewonnen werden.

Die Forschungsgelder in Höhe von 10 Millionen US-Dollar sind für den Aufbau des "Center for Objective Microelectronics and Biomimetic Advanced Technology" (COM-BAT) gedacht. Eine Option im Vertrag sieht vor, dass noch einmal 5 Jahre und 12,5 Millionen US-Dollar investiert werden können, wenn sich das Projekt erfolgreich entwickelt.



Das Mikroflugzeug soll Stereokameras tragen und Mini-Mikrofone für eine räumliche Erfassung des Tons einsetzen. Auch Sensoren für Strahlung, giftige Gase und Ähnliches werden mit an Bord sein. Ein miniaturisiertes Radar sowie ein hoch sensibles Navigationssystem sorgen dafür, dass die Fledermaus auf Kurs bleibt und nicht mit Hindernissen kollidiert.

Seite 1:

Roboter-Fledermaus für den Häuserkampf

Seite 2:

Kommentare zu " Neues Spionageflugzeug geplant: Roboter-Fledermaus für den Häuserkampf"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%