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Notfalls „zu Fuß“ - Gefahr macht Tintenfische zu Zweibeinern

Wenn Gefahr droht, werden einige Tintenfische zu „Zweibeinern“. Sie schlingen sechs ihrer acht Arme um den Leib, wie um ihre Identität zu verbergen, und laufen recht schnell auf den verbliebenen zwei Armen davon.

dpa WASHINGTON. Wenn Gefahr droht, werden einige Tintenfische zu „Zweibeinern“. Sie schlingen sechs ihrer acht Arme um den Leib, wie um ihre Identität zu verbergen, und laufen recht schnell auf den verbliebenen zwei Armen davon.

Ein Forscherteam machte Unterwasser- Aufnahmen von den flüchtenden Tieren, analysierte ihre Bewegungen auf Videos und kam zu dem Schluss, dass Mitglieder von zwei Arten auf zwei Armen gehen können.

Christine Huffard von der Berkeley-Universität (Kalifornien) und Kollegen stellen die Ergebnisse im Wissenschaftsjournal „Science“ (Bd. 307, S. 1927) vom Freitag vor. Der indonesische Kokosnuss- Tintenfisch (Octopus marginatus) und der in Australien beheimatete Algen-Tintenfisch (Octopus aculeatus) flüchten in einer Art rollender Schrittbewegung über den Meeresboden, wenn sie auf der Flucht sind. Ohne einen Angreifer im Nacken kehren beide Arten zu ihrer gewohnten - und langsameren - Fortbewegung zurück.

Die Entdeckung der „gehenden“ Tintenfische kommt insofern überraschend, als Biologen bisher glaubten, nur Gliedmaßen mit Knochen und daran befestigten Muskeln seien zum Gehen befähigt. Stattdessen stützen sich die kleinen Tintenfische aus Indonesien und Australien auf Fangarme mit äußerst flexiblen und mit Flüssigkeit angefüllten Muskeln. Mit zweien dieser Fangarme gelingen ihnen genau jene Bewegungen, die das Gehen definieren, schreiben die Forscher in „Science“: Zwei Schritte, nach denen jedes „Bein“ in etwa in die alte Position zurückkehrt.

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