Notreparatur im Weltall
Mit dem Spachtel ins All

Gerade haben die Astronauten der US-Raumfähre „Discovery“ am Montag ihren zweiten Reparatureinsatz im All gestartet, da steht ihnen womöglich schon eine neue Herausforderung bevor. Immerhin machen zwei Füllstreifen am Hitzeschild die Nasa nervös.

HB WASHINGTON. Die sieben Crew-Mitglieder wollten ihr Leben eigentlich nicht einer ungetesteten Technologie anvertrauen. Jetzt stehen sie vor einer riskanten Notreparatur am Hitzeschild ihres Space-Shuttles, die entscheidend für eine sichere Rückkehr zur Erde sein könnte. Innerhalb der US-Raumfahrtbehörde Nasa gibt es nach US-Medienberichten unterschiedliche Auffassungen, ob und vor allem wie das Problem mit zwei heraushängenden Füllstreifen zwischen Hitzekacheln gelöst werden kann.

Die Internationale Raumstation ISS ist bei Weltraumausflügen ebenso repariert worden wie das Weltraumteleskop „Hubble“. Eine Instandsetzung des Shuttles im Weltall dagegen ist für alle Beteiligten von den Ingenieuren bei der Nasa bis zu den Astronauten Neuland. Die Experten seien nervös, weil es nie zuvor getan worden sei, sagt Paul Hill vom Nasa-Flugleitzentrum in Houston (Texas).

Die Nervosität haben zwei Füllstreifen am unteren vorderen Rumpf ausgelöst, die rund 2,5 Zentimeter hervorstehen. Aerodynamiker der Nasa befürchten, dass beim Wiedereintritt in die Atmosphäre an diesen Stellen Turbulenzen entstehen könnten. Die offene Frage: Inwieweit wird das Hitzeschild durch diese Turbulenzen zusätzlich erhitzt und welche Auswirkungen hat das auf die Struktur der Hitzekacheln?

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