Ob feuchtigkeitsabweisende Mauern oder kratzfeste Führerscheine – pfiffige Nanomaterialien bilden die Basis
Nanotechnik verleiht neue Eigenschaften

Die Miniaturisierung von Materialien schreitet dank Nanotechnik voran: Weil manche Bauelemente nur noch wenige Nanometer messen, werden viele technische Anwendungen auf neuen attraktiven Märkten möglich. Produkte aus nanotechnologischen Materialien gehört die Zukunft.

„Nanomaterialien bergen ein hohes Innovationspotential. Die Technik hat gute Chancen, eine der Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts zu werden“, prophezeit Frank Endres, Professor am Institut für Metallurgie an der Technischen Universität Clausthal.

Produkte aus kleineren, leistungsfähigeren und quasi intelligenten nanotechnologischen Materialien gehört die Zukunft. Weltweit erzielen nanotechnologische Erzeugnisse heute bereits einen Umsatz von 100 Milliarden Dollar. In den nächsten Jahren erwarten Experten dauerhaft Zuwachsraten von etwa 10 Prozent. Nach Schätzungen entstehen in Deutschland, das in der Nanotechnik eine führende Rolle einnimmt, bis Ende 2006 allein durch die etwa 450 existierenden Nanotechnologie-Unternehmen 10 000 bis 15 000 neue Arbeitsplätze. Heute sind bereits 20 000 bis 32 000 Arbeitsplätze in Deutschland direkt oder indirekt von der Nanotechnologie abhängig.

Nano biete beispielsweise im Bausektor erhebliches Potenzial, sagt Endres: „Angesichts der strukturellen Krise der Bauwirtschaft in Deutschland ist es gerade jetzt erforderlich, die Wettbewerbsfähigkeit durch technologische Innovationen zu verbessern, die das Bauen schneller, flexibler, besser, nachhaltiger und kostengünstiger machen können“, sagt der Clausthaler Experte.

Endres denkt dabei an innovative schmutz- und feuchtigkeitsabweisende Beschichtungen für Gebäudefassaden. Oder auch nanostrukturierte Wärmedämmstoffe. Zudem könnten Nanobeschichtungen den Brandschutz erhöhen und Außenwände gegen Graffitis schützen.

Auch in der Automobilindustrie gibt es viel Potenzial für Materialien aus oder mit mikroskopisch kleinen Partikeln. Das Bundesforschungsministerium unterstützt das Vorhaben „Nanomobil“ mit 38 Millionen Euro. Das Ziel: Autos sollen sparsamer, umweltverträglicher, sicherer und komfortabler gemacht werden. An 18 interdisziplinären Projekten sind Forschungsinstitute, Zulieferer und Autofirmen beteiligt. Mit deren Eigenmitteln steigen die Investitionen auf rund 70 Millionen Euro an.

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