Forschung + Innovation
Observatorium öffnet neues Fenster in den energiereichen Kosmos

Ein neuartiges Observatorium für Kosmische Strahlung fahndet künftig nach den Quellen der energiereichsten Teilchen im Weltall. Das knapp acht Mill. Euro teure H.E.S.S.-Projekt auf der Farm Göllschau in Namibia hat am Dienstag offiziell seinen Betrieb aufgenommen.

dpa GÖLLSCHAU/WINDHUK. Ein neuartiges Observatorium für Kosmische Strahlung fahndet künftig nach den Quellen der energiereichsten Teilchen im Weltall. Das knapp acht Mill. Euro teure H.E.S.S.-Projekt auf der Farm Göllschau in Namibia hat am Dienstag offiziell seinen Betrieb aufgenommen.

Das Gemeinschaftsprojekt von rund 100 Forschern aus acht Ländern wird vom Heidelberger Max-Planck-Institut für Kernphysik koordiniert. Die ersten beiden der insgesamt vier Teleskope des „High Energy Stereoscopic Systems“ (H.E.S.S.) haben bereits Beobachtungsdaten geliefert. Sie hatten eine Quelle sehr energiereicher Gammastrahlung im Herzen unserer Galaxie enthüllt. Dabei handelt es sich nach Ansicht der Forscher um die Reste einer riesigen Supernova, die vor rund 10 000 Jahren nahe dem galaktischen Zentrum explodiert ist.

Das H.E.S.S.-Observatorium befindet sich auf einem Hochplateau am am Gamsberg in Namibia. Seine Spezialteleskope spähen nach dem bläulichen Glimmen so genannter Luftschauer, die energiereiche Teilchen der kosmischen Strahlung in der Erdatmosphäre auslösen. Der Name des Observatoriums erinnert an den Entdecker der Kosmischen Strahlung, Victor Franz Hess. Zur offiziellen Inbetriebnahme waren außer namibischen Regierungsvertretern auch Wissenschaftler aus Frankreich, Deutschland und Südafrika erschienen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%