Forschung + Innovation
Offshore-Windparks können Salzwasserstrom behindern

Wissenschaftler des Instituts für Ostseeforschung Warnemünde haben angesichts neuer Erkenntnisse über Salzwasserströmungen vor zu großen Windparks in der Ostsee gewarnt.

dpa ROSTOCK/BORNHOLM. Wissenschaftler des Instituts für Ostseeforschung Warnemünde haben angesichts neuer Erkenntnisse über Salzwasserströmungen vor zu großen Windparks in der Ostsee gewarnt.

Neueste Untersuchungen hätten einen sehr wichtigen Salzwasserstrom im Arkonabecken nachgewiesen, das sich nordöstlich von Rügen bis Bornholm erstreckt, teilte das Institut am Samstag in Rostock mit. Der Tiefenstrom könnte durch die Fundamente von Windkraftanlagen gestört werden. In der Arkonasee sind zahlreiche Offshore-Windkraftanlage von Firmen aus Deutschland, Polen, Schweden und Dänemark geplant.

Solche Ströme im Tiefenwasser sind für die Salz- und Sauerstoffversorgung der Ostsee von großer Bedeutung. Von ihnen hänge die Verrottung abgesunkener organischer Stoffe ab, warnten die Wissenschaftler. Abschließende Empfehlungen wollen sie bis zum Sommer 2007 vorlegen.

Das Institut arbeitet nach eigenen Angaben bei den weiteren Untersuchungen mit Wissenschaftlern aus Schweden und Dänemark zusammen. Mitte November soll es eine weitere Forschungsfahrt auch mit polnischer Beteiligung geben.

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