Okinawa Institute of Science and Technology Spitzenforschung im Urlaubsparadies

Japan ist zwar bekannt als Hightech-Nation, ein Silicon Valley aber sucht man vergebens – bis jetzt. Eine neue Graduierten-Universität im Urlaubsparadies Okinawa soll künftig für Innovationen sorgen.
1 Kommentar
Die Graduierten-Uni soll neue Wege gehen und eine Lösung für Mängel in Japans hierarchisch strukturiertem Wissenschaftsbetrieb aufzeigen. Quelle: dpa
Okinawa Institute of Science and Technology

Die Graduierten-Uni soll neue Wege gehen und eine Lösung für Mängel in Japans hierarchisch strukturiertem Wissenschaftsbetrieb aufzeigen.

(Foto: dpa)

NahaTief im Süden Japans, umgeben von Palmen, Strand und Meer, vollzieht sich weitgehend unbemerkt vom Rest des Landes ein Experiment zur Erneuerung des einstigen Wirtschaftswunderlandes. Fernab der bürokratischen Schalthebel in Tokio lässt die Hightech-Nation an einer noch jungen Universität Top-Wissenschaftler aus aller Welt daran arbeiten, Japan und seine unter Stagnation leidende Wirtschaft durch Innovationen auf die Zukunft vorzubereiten.

„Wir sind ein noch kleines Pflänzchen“, erzählt Peter Gruss. Der langjährige Präsident der Max-Planck-Gesellschaft leitet seit kurzem das vor fünf Jahren gegründete Okinawa Institute of Science and Technology (OIST). Geht es nach ihm, könnte die Graduierten-Uni eines fernen Tages so wie heute das britische Cambridge zu einem weltweit führenden Innovationszentrum werden. „Wir können helfen, Japans Wissenschaftssystem zu öffnen“, nennt Gruss eines der Ziele von OIST.

Robo-Gigant lässt die Erde beben
Erste Schritte eines Robo-Giganten
1 von 10

Ein riesiger Roboter hat in Südkorea seine ersten menschenähnlichen Schritte gewagt: Als der vier Meter große und 1,5 Tonnen schwere Method-2 am Dienstag einen Fuß vor den anderen setzte, bebte der Boden.

Method-2
2 von 10

Rund 30 Ingenieure hatten an dem bemannten Projekt gearbeitet, das laut der Roboterfirma Hankook Mirae Technology eine Weltpremiere ist. Der Roboter kann entweder ferngesteuert werden...

Pilot im Rumpf
3 von 10

...oder im Rumpf nimmt ein Pilot Platz, der die Glieder der Maschine steuert.

Arbeitstier für gefährliche Gegenden
4 von 10

„Unser Roboter ist der weltweit erste bemannte zweifüßige Roboter und wurde gebaut, um in extrem gefährlichen Gegenden zu arbeiten, in die Menschen nicht gehen können“, sagte der Chef von Hankook Mirae Technology, Yang Jin Ho.

Roboter-Schwergewicht
5 von 10

Allein einer der Metallarme des Roboter-Giganten wiegt 130 Kilogramm.

Investitionen von mehr als 190 Millionen Euro
6 von 10

Yang investierte nach eigenen Angaben seit 2014 mehr als 240 Milliarden Won (umgerechnet rund 191 Millionen Euro) in das Projekt.

Ein bisschen Hollywood
7 von 10

Einer der Schöpfer von Method-2, der den militärischen Robotern aus dem Film Avatar sehr ähnelt, ist Vitali Bulgarow. Der Sciencefiction-Veteran arbeitete schon für Filmserien wie Transformers, Robocop und Terminator.

Die Mittel dazu hat die Forschungsstätte. Umgerechnet etwa eineinhalb Milliarden Euro hat der Staat bisher in die Gründung von OIST investiert. Fast der gesamte Etat wird weiter durch Steuergelder finanziert. Die Graduierten-Uni soll neue Wege gehen und eine Lösung für Mängel in Japans hierarchisch strukturiertem Wissenschaftsbetrieb aufzeigen. So arbeiten die angehenden Doktoranden am OIST unabhängig und interdisziplinär – statt wie oft als Fußsoldaten ihrer Professoren.

Zudem soll sich Japans Wissenschaft öffnen. Von den 60 Professoren und gut 100 Studenten am OIST sind rund 60 Prozent Ausländer. Zum Vergleich: An Japans Spitzen-Universität Todai im fernen Tokio sind es gerade einmal rund zehn Prozent. In den nächsten fünf Jahren will Gruss die Zahl der Professoren und Studenten verdoppeln. Und nicht nur das: „Es gelingt uns, internationale Top-Wissenschaftler zu rekrutieren“, sagt der Zellbiologe.

Interdisziplinäre Ausrichtung
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

1 Kommentar zu "Okinawa Institute of Science and Technology: Spitzenforschung im Urlaubsparadies"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • "Herr Alfred E. Neumann - 09.03.2017, 12:35 Uhr

    Liebe Kommentatoren, leider werden wir noch viereinhalb Jahre mit der psychopatologischen Zonenpfaffentochter oder dem Kriminellen Alkoholiker leben müssen.
    Handlungsunfähig werden wir gezwungen zuzuschauen wie dieses großartige Land zugrunde gerichtet wird!"

    @HBO
    das ist sogar unter meinem Niveau.
    Ich bin zwar ein glühender Anhänger von Trump und Putin, und sehe für unser Reich nur die AFD als Rettung, aber das geht wirklich zu weit.
    Bitte Neumann entfernen, der ist ja wohl MAD! Danke

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%