Osiris Rex gestartet
Nasa-Sonde auf dem Weg zum Risiko-Asteroiden

Eines Tages könnte Bennu der Erde gefährlich nahe kommen. Das Risiko ist zwar gering, trotzdem will die Nasa den Asteroiden ganz genau erforschen. Deswegen hat sich die Raumsonde „Osiris Rex“ jetzt auf den Weg gemacht.

WashingtonKlatschen und Jubel im Kontrollzentrum der US-Raumfahrtbehörde Nasa: Ohne jede Komplikation und unter strahlend blauem Himmel ist die Raumsonde „Osiris Rex“ zur ihrer langen Mission ins All gestartet. Sie soll den Asteroiden Bennu erforschen und eine Probe seines Gesteins zur Erde bringen.

„Alles ist glatt gelaufen“, sagte Nasa-Manager Tim Dunn nach dem Abheben der riesigen „Atlas“-Rakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral am Donnerstagabend (Ortszeit). „Perfektes Wetter, perfekter Start – ein Traum für einen Raketenstart-Manager.“

Rund eine Stunde nach dem Start löste sich „Osiris Rex“ dann hoch im Weltall über der Westküste Australiens erfolgreich von der Rakete. „Die Sonde funktioniert selbstständig und wir kommunizieren mit ihr“, so Nasa-Manager Geoffrey Yoder. „Alles funktioniert, das ist ein großartiger Tag für die Raumfahrt.“ Nasa-Chef Charles Bolden spricht von einem „Meilenstein“.

Mehr als 650 Millionen Kilometer muss „Osiris Rex“ (der Name steht für: Origins, Spectral Interpretation, Resource Identification, Security-Regolith Explorer) nun zurücklegen, um den Asteroiden Bennu zu erreichen. 2018 soll es soweit sein.

2020 wird die etwa sechs Meter lange und 2100 Kilogramm schwere Sonde sich Bennu dann soweit nähern, dass sie eine Probe von mindestens 60 und bis zu 2000 Gramm aufsaugen kann. 2023 soll eine Kapsel mit der Probe zur Erde zurückkehren. Premiere für die Nasa, aber keine Weltpremiere: Bereits 2005 war die japanische Raumsonde „Hayabusa“ auf einem solchen Himmelskörper gelandet und hatte 2010 die ersten je gesammelten Bodenproben eines Asteroiden zur Erde gebracht.

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Nasa-Sonde auf dem Weg zum Risiko-Asteroiden

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Eine Milliarde Dollar kostet die Mission

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