Outdoor-Branche
Mit viel Komfort in die Natur

Die Outdoor-Branche verabschiedet sich von ihrem über Jahrzehnte gepflegten Anspruch, vor allem Sportler auszurüsten. Immer mehr Produkte richten sich inzwischen an Leute, die viel Zeit im Freien verbringen, ohne dabei Rekorde brechen zu wollen: Sei es auf dem Weg zur Arbeit, beim Spaziergang oder auf Wanderungen am Wochenende. Dabei gehen die Anbieter ganz neue Wege.

FRIEDRICHSHAFEN. Dabei zeigt sich: Vom Schlafsack bis zu den Wanderschuhen werden die Produkte immer bequemer. „Niemand würde es heute noch akzeptieren, wenn er seine neuen Wanderstiefel erst wochenlang einlaufen muss“, sagt Stefan Rosenkranz, Geschäftsführer der Münchener Outdoor-Marke Salewa.

Deshalb versuchen die Produzenten, ihre Freizeit- und Wanderschuhe von Anfang an so komfortabel wie möglich zu machen. „Wir haben einen Leisten entwickelt, der breiter ist und deshalb einen bequemeren Stand bietet“, sagt Lukas Meindl, Chef des traditionsreichen bayerischen Schuhherstellers Meindl. Auch am Ballen bieten die neuen Schuhe mehr Platz. Dazu kommt eine Korkeinlage. Die ist nicht nur atmungsaktiv, sie dämpft auch die Schritte. „Wellness für die Füße“ nennt Lukas Meindl den neuen Ansatz.

Ein ähnliches Konzept verfolgt Salewa. Für jede Größe seiner Trekkingkollektion hat das Familienunternehmen vier unterschiedliche Leisten entwickelt, je zwei für Frauen und Männer. Dazu kommt eine Einlagesohle, auf der mit einer Klettfixierung eine zusätzliche dünne Sohle angebracht werden kann. Damit lässt sich der Schuh dem Fuß besser anpassen. Salewa ist von diesem Weg vollkommen überzeugt: die Firma garantiert den Käufern, dass sie keine Blasen mehr bekommen. Nach eigenen Angaben gibt es bislang kaum Reklamationen.

Es zahlt sich für die Branche aus, dass sie mit ihren neuen Produkten eine breitere Kundschaft anspricht. Seit Jahren steigen die Umsätze. Vergangenes Jahr gingen in Westeuropa Outdoor-Artikel für 5,5 Mrd. Euro über die Ladentheken, ein Plus von knapp drei Prozent gegenüber 2005. Noch besser läuft das Geschäft in Deutschland. Hier kletterten die Einnahmen von Intersport, der führenden Händlervereinigung, dieses Frühjahr um elf Prozent.

Der neue Komfort in der Natur beschränkt sich aber nicht auf die Schuhe. Mit dem modernen Equipment macht es auch mehr Spaß, im Freien zu übernachten. Der schwäbische Outdoor-Spezialist Vaude etwa hat ein Zelt entwickelt, dass auch starkem Wind gewachsen sein soll. Die Familienfirma verspricht, dass die Windstabilität durch eine innovative Gestängekonstruktion um 80 Prozent steigt. Das heißt: Wenn sich ein normales Zelt längst im Wind biegen würde, steht die Neuentwicklung noch aufrecht auf der Wiese.

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