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Panne auch bei den Russen: Vorläufig keine Rakete zur ISS

Nach dem Startverbot für die US-Raumfähren haben auch die russischen Behörden Flüge der Sojus-Raketen zur Internationalen Raumstation (ISS) vorläufig untersagt. Der gescheiterte Start einer russischen Molnija-Rakete am 21. Juni erfordere auch die Untersuchung der teilweise baugleichen Sojus-Raketen.

dpa MOSKAU. Nach dem Startverbot für die US-Raumfähren haben auch die russischen Behörden Flüge der Sojus-Raketen zur Internationalen Raumstation (ISS) vorläufig untersagt. Der gescheiterte Start einer russischen Molnija-Rakete am 21. Juni erfordere auch die Untersuchung der teilweise baugleichen Sojus-Raketen.

Dies teilte das Verteidigungsministerium am Montag nach Angaben der Agentur Interfax in Moskau mit. Damit kann die ISS derzeit nicht angeflogen werden. Russische Experten zeigten sich zuversichtlich, dass das Startverbot in spätestens einem Monat aufgehoben wird. „Der September-Flug unseres Progress-Raumtransporters mit einer Sojus- Rakete zur ISS ist nicht gefährdet“, sagte der Sprecher der russischen Raumfahrtagentur Roskomos, Konstantin Krejdenko, der dpa.

Die Molnija-Rakete war am 21. Juni beim Versuch abgestürzt, einen Militärsatelliten ins All zu bringen. Nach dem Start vom nördlichen russischen Weltraumbahnhof Plessezk versagte die dritte Stufe. Experten vermuten eine Panne im Steuersystem der Rakete oder eine Explosion im Triebwerk der dritten Stufe. Der gleiche Antrieb wird auch in den Sojus-Raketen verwendet.

Im Februar 2003 war die US-Raumfähre „Columbia“ bei der Rückkehr von der ISS in der Luft auseinander gebrochen. Alle sieben Astronauten kamen dabei ums Leben. Seitdem besteht ein Startverbot für alle amerikanischen Shuttles. Nach mehrfachen Terminänderungen soll die Raumfähre „Discovery“ in der zweiten Juli-Hälfte zur ISS fliegen dürfen.

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