Panne komplizierter als gedacht
Nasa verschiebt Shutlle-Start auf unbestimmte Zeit

Die Nasa hat den ursprünglich für Mittwoch geplanten Start der Raumfähre „Discovery“ auf unbestimmte Zeit verschoben. Ingenieure der US- Raumfahrtbehörde suchten weiter intensiv nach dem Fehler an dem Treibstoff-Sensoren.

CAPE CANAVERAL. „Wir haben uns jetzt von dem Countdown zurückgezogen“, sagte eine Nasa-Sprecherin am Freitag. „Wenn wir in einer vollkommenen Welt leben würden und es eine einfach Lösung gäbe, könnten wir am (Freitag-) Abend zum Countdown zurückkehren, aber wir müssen den Teams die Möglichkeit geben, den Fehler zu finden und ihn zu beheben.“ Der Countdown dauert insgesamt drei Tage. Sollte die „Discovery“ nicht bis zum 31. Juli abgehoben sein, kann sie erst wieder ab den 9. September einen Versuch unternehmen.

Ein Technikerteam prüfe derzeit etwa 200 verschiedene Szenarien, um das Problem an einem der vier Sensoren zu lösen, sagte der stellvertretende Leiter des Shuttle-Programms, Wayne Hale. die die Angst vor einem Bürgerkrieg schürten. Die Sensoren sollen die Menge des noch vorhandenen Treibstoffs ermitteln. Die Raumfähre in Cape Canaveral starten zu lassen, ohne den Defekt zu beheben, sei aber keine Option, betonte Hale. Die Techniker nahmen das Problem so ernst, dass sie den Start am Mittwoch rund drei Stunden vor der geplanten Zündung der Triebwerke absagten. Die Astronauten waren zu diesem Zeitpunkt schon in ihren Sitzen festgeschnallt.

Die „Discovery“ soll zur Internationalen Raumstation ISS fliegen, um sie mit dringend benötigten Ersatzteilen und Ausrüstungsgegenständen zu versorgen. Sie wäre die erste Raumfähre, die seit dem „Columbia“-Unglück vor zweieinhalb Jahren wieder ins All startet. Die „Columbia“ war beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre am 1. Februar 2003 wegen eines Defekts am Hitzeschutzschild auseinander gerissen worden. Alle sieben Astronauten an Bord kamen ums Leben.

Unterdessen bereiten sich in China Astronauten für den zweiten chinesischen Flug ins All vor. Die „Shenzou VI“ soll möglichst Anfang Oktober mit zwei Astronauten an Bord starten und fünf bis sechs Tage unterwegs sein, berichtete die Zeitung „China Daily“ am Freitag. Als erster chinesischer Astronaut war Yang Liwei im Oktober 2003 mit dem Raumschiff „Shenzhou V“ um die Erde geflogen. Im vergangenen Jahr begannen 14 ehemalige Kampfpiloten mit einem Weltraumtraining. Mit den „Shenzou“-Missionen ist China nach den USA und Russland das dritte Land, das Astronauten ins All befördert.

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