Perforieren, Schneiden, Schweißen
Laser nehmen es mit neuem Material auf

Der Einsatz von Lasern zur Materialbearbeitung gehört in der Industrie bereits zum Alltag. Energiestärkere Laser und der computergesteuerte Einsatz schaffen jetzt aber auch neue Einsatzfelder jenseits des Schweißens und Schneidens von Blechen. So hat sich die Jenoptik Automatisierungstechnik GmbH auf die Bearbeitung von Nichtmetallen spezialisiert.

HB FRANKFURT. Die Ingenieure in Jena haben ein Verfahren entwickelt und patentieren lassen, mit dem der Laser nicht durchgehend Löcher stanzt oder schneidet, sondern das Material nur perforiert. Zum Einsatz kommt dieses Verfahren in der Automobilindustrie, um unsichtbare Sollbruchstellen für den Airbag ins Armaturenbrett zu integrieren. Zusammen mit dem Auto-Zulieferer Johnson Controls entwickelte Jenoptik ein System, bei dem der Laser von der Rückseite Perforationslinien mit rund 2000 Löchern in den Verbundstoff einbringt, ohne die sichtbare Vorderseite zu beschädigen. „So konnte die bekannte Airbagklappe auf der Beifahrerseite der Autos wegfallen“, sagt Jenoptik-Marketing-Chef Raik Flämig.

Auch technische Textilien kann der Laser neuerdings präzise durchdringen. So setzt Jenoptik das Verfahren auch ein, um textile Dekorstoffe und Lederverkleidungen bei den Seitenairbags im neuen 5er-Modell von BMW zu präparieren. Auch das textilbespannte Armaturenbrett des Smart Roadster wird so behandelt. Das bisherige Problem: Bei der Bearbeitung von Textil muss eine Sensorik erkennen, wo die Fäden im Gewebe verlaufen. Dies geht nur mit aufwendiger Computersteuerung.

Jenoptik hat zudem ein Verfahren entwickelt, bei dem der Laser die äußere Schicht von Getränkekartons so perforiert, um Knicke zum Faltender Kartons zu ermöglichen. Die innere Metallschicht bleibt unverletzt und schützt das Getränk.

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