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Perseiden: Sternschnuppenregen im Süden zu sehen

Der Sternschnuppenstrom der Perseiden sorgt in den kommenden Nächten für ein flammendes Himmelsschauspiel. Chancen auf freie Sicht gibt es allerdings höchstens im Süden Deutschlands.

dpa UMKIRCH/OFFENBACH. Der Sternschnuppenstrom der Perseiden sorgt in den kommenden Nächten für ein flammendes Himmelsschauspiel. Chancen auf freie Sicht gibt es allerdings höchstens im Süden Deutschlands.

Wolkenfelder werden in den meisten Teilen des Landes den Blick auf das Feuerwerk von Mittwoch- bis Sonntagnacht (10. bis 14. August) behindern, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach berichtete. Der Ausgangspunkt der Sternschnuppen scheint das Sternbild Perseus zu sein, das gegen Mitternacht über dem östlichen Horizont steht.

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag werden im Norden und Nordosten Deutschlands dichte Wolkenfelder aufziehen und für kräftigen Regen sorgen. „Chancen auf klaren Himmel gibt es am ehesten im Süden und Südwesten Deutschlands“, sagte DWD-Meteorologe Norbert Bonanati. Ähnlich sieht es in der Nacht zum Freitag aus.

Seinen Höhepunkt erreicht das himmlische Feuerwerk in der Nacht vom Freitag auf Samstag um etwa 20.30 Uhr. „Im Süden gibt es auch dann am ehesten Chancen auf klaren Himmel“, sagte Bonanati. Bereits in der Dämmerung werden einzelne besonders helle Schnuppen auftauchen. Gegen 23.15 Uhr wird der Mond untergehen. Sein Licht beeinflusst den Blick auf das Himmelsfeuerwerk dann nicht mehr. „Der Meteorstrom ebbt nur langsam ab, und so ist in der Nacht zum Samstag mit vielen Sternschnuppen zu rechnen“, berichtete Wolfgang Steinicke von der Vereinigung der Sternfreunde in Umkirch bei Freiburg. Rund hundert dieser Lichterscheinungen sollen pro Stunde zu beobachten sein.

„Die Erde fliegt zu diesem Zeitpunkt in 'Richtung Perseus'. Dabei durchquert sie eine Wolke kleiner Teilchen, die - wie bei einer Autofahrt durch ein Schneetreiben - scheinbar auf uns zurasen“, erklärte Steinecke. Diese nur wenige Millimeter kleinen Staubteilchen hat der Komet „Swift-Tuttle“ hinterlassen, der ebenfalls die Erde umkreist. Treffen die Teilchen auf die Atmosphäre der Erde, erhitzen sie sich durch die Reibung und verglühen in etwa 100 Kilometer Höhe.

Einmal jährlich, immer im August, kreuzt die Erde den Staubschweif von „Swift-Tuttle“. Der Komet wurde im Jahr 1 862 zum ersten Mal beobachtet und nach seinen beiden amerikanischen Entdeckern benannt. Der nächste Sternschnuppenschwarm sind die Leoniden, die im November zu bewundern sein werden - wenn das Wetter mitspielt.

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