Planetenforschung
Ein kosmischer Einzelgänger

Lost in space: Dieser Planet kreist um keine Sonne. Der Himmelskörper, den Astronomen in etwa 100 Lichtjahren Entfernung zur Erde aufgespürt haben, gehört zu einer seltenen Familie kosmischer Einzelgänger.
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DüsseldorfGleich zwei Hochleistungsteleskope mussten Astronomen bemühen, um einem seltenen kosmischen Einzelgänger auf die Spur gekommen. Anhand von Daten des Very Large Telescope der europäischen Südsternwarte ESO und des Canada-France-Hawaii Telescope konnte das Team um Philippe Delorme vom Institut für Planetologie und Astrophysik in Grenoble eine Planeten aufspüren, der ohne einen Mutterstern durch das Weltall vagabundiert. Mit einer Entfernung von etwa 100 Lichtjahren zu unserem Sonnensystem ist er der nächstgelegene Vertreter dieser seltenen Planetenklasse und entsprechend gut für irdische Beobachtungsinstrumente zu untersuchen.

CFBDSIR2149 –so die wissenschaftliche Bezeichnung des Himmelskörpers – bewegt sich in dieselbe Richtung wie eine Ansammlung nahegelegener junger Sterne, die unter dem Namen AB-Doradus-Bewegungshaufen bekannt ist. Da er auch nahezu die gleiche Geschwindigkeit aufweist, vermuten die Wissenschaftler, dass der Planet einst in diesem Haufen entstanden ist. Damit dürfte er zwischen 50 und 120 Millionen Jahre alt sein.

Die Nähe zu unserem Sonnensystem und das Fehlen einer den Planeten überstrahlenden Sonne ermöglichte es den Wissenschaftlern, den Planeten sehr genau zu untersuchen. Demnach dürfte CFBDSIR2149 ein Gasplanet mit bis zu siebenfacher Sonnenmasse sein. Seine Oberflächentemperatur berechneten die Forscher auf etwa 430 Grad Celsius.

„Der Versuch, Planeten um andere Sterne direkt zu beobachten, ähnelt dem Aufspüren eines Glühwürmchens, das sich einen Zentimeter neben einem hellen und weit entfernten Autoscheinwerfer befindet”, erläutert Studienleiter Philippe Delorme. „Bei diesem uns nahen, frei herumvagabundierenden Himmelsobjekt können wir sozusagen das Glühwürmchen detailliert untersuchen, ohne dass das blendende Licht des Scheinwerfers dabei stört.”

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Ein kosmischer Einzelgänger

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Ziellos durch Weltall

Kommentare zu " Planetenforschung: Ein kosmischer Einzelgänger"

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  • ... gemeint ist wahrscheinlich ...

    7-fache Jupitermasse. das könnte hinkommen mit der Oberflächentemperatur. 7 faxche Sonnenmasse ließe eine Temperatur von viel mehr als der Sonnentemperatur erwarten, geschätzte 48.000° K. Gruß, corvus.

  • Oder es hat nur noch nicht gezündet bei dieser Sonne! Dieses immer so unkreative Umgehen dieser sog. "Wissenschaftler" nervt schon gewaltig. 1 bis 7 Sonnenmassen, ts, da schätzt Spock aber besser :-)

  • @Alex
    Ein Grund soll ja auch sein, dass dieser blau glühende Ball es nicht ganz gepackt hat eine Sonne zu werden. Und dann chilled das Ding halt irgendwo herum - Zu kalt für eine Sonne, zu warm für einen Planten.

    Die andere Theorie mit den rausgekickten Planten könnte auch die Wärme erklären, wenn ein anderer Himmelskörper gegen das blaue Ding knallte -- Dabei entsteht auch viel Wärme.

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