Planetenforschung
Milliarden Supererden bevölkern die Milchstraße

Rote Zwerge sind mit Abstand die häufigsten Sterne in unserer Milchstraße. Jetzt haben Wissenschaftler berechnet, wie viele dieser Zwergsonnen bewohnbare Planeten bescheinen könnten.
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DüsseldorfSie sind die Ameisen unter den Sternen – klein, zahlreich und erstaunlich langlebig. Rote Zwerge haben im Vergleich zur Sonne deutlich niedrigere Oberflächentemperaturen, dafür aber eine wesentlich längere Lebensspanne. Und sie machen rund 80 Prozent aller Sterne in der Milchstraße aus.

Jetzt haben Astronomen untersucht, inwieweit die kleinen Dauerbrenner als Heimat für erdähnliche Planeten taugen. Basierend auf Daten des HARPS-Spektrografen am 3,6-Meter Teleskop der europäischen Südsternwarte Eso in Chile hat ein internationales Forscherteam berechnet, wie groß die Zahl möglicher Supererden – also Planeten mit Massen zwischen einer und zehn Erdmassen – auf Umlaufbahnen um rote Zwerge sein könnte.

Das HARPS-Team überwachte während einer sechsjährigen Beobachtungsphase 102 rote Zwerge am Südhimmel. Dabei fanden die Astronomen insgesamt neun Supererden, darunter auch zwei, die ihre Zentralgestirne innerhalb deren habitabler Zone umkreisen – also in der Zone, in der Wasser in flüssiger Form vorkommen könnte.

Aus diesen Beobachtungen sowie den Ergebnissen früherer Untersuchungen rechneten die Forscher die Gesamtzahl der Supererden auf Umlaufbahnen in den habitablen Zonen roter Zwerge hoch. „Weil rote Zwerge so häufig sind“, so der Leiter der Studie, Xavier Bonfils vom Observatoire des Sciences de l'Univers de Grenoble, „führt uns das zu der erstaunlichen Schlussfolgerung, dass es alleine in unserer Milchstraße mehrere zehn Milliarden solcher Planeten gibt.”

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  • Einstein glaubte an eine schöpferische Kraft.
    Darwin glaubte an eine schöpferische Kraft.
    Ich glaube auch ( wie ca. 90% aller Menschen ) an eine schöpferische Kraft .
    Als Ingenieur -und Mensch mitten im Leben, sage ich, nichts ist endgültig bewiesen und Dogmatismus in allen Richtungen ist mit verlaub.... geistige Scheiße.

  • Zum Glück schließt das Eine das Andere nicht aus:

    Als religiöser Mensch bin ich trotzdem neugierig und offen.
    Es ist doch unglaublich spannend, was wir jeden Tag entdecken und neues erfahren...

  • Lieber M.Deyanaron,

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