Forschung + Innovation
Porzellan-Datenbank klärt: Ming-Dynastie oder nur „Made in China“?

Die Tage von Porzellan-Fälschern, die „Made in China“-Ware als Original aus der Ming-Dynastie verkaufen, sind gezählt: Forscher der Universität Queensland in Brisbane (Australien) können Alter und Herkunft des chinesischen Porzellans mit einer geochemischen Datenbank exakt bestimmen.

dpa LONDON. Die Tage von Porzellan-Fälschern, die „Made in China“-Ware als Original aus der Ming-Dynastie verkaufen, sind gezählt: Forscher der Universität Queensland in Brisbane (Australien) können Alter und Herkunft des chinesischen Porzellans mit einer geochemischen Datenbank exakt bestimmen.

„Wenn es sich um Fälschungen handelt, können wir die problemlos identifizieren“, sagte Teamleiter Jian-Xin Zhao der britischen Fachzeitschrift „New Scientist“ (Nr. 2 518, S. 21) vom kommenden Samstag.

Sein Team sammelte dazu Scherben antiken Porzellans aus ganz China und analysierte sie ebenso wie zahlreiche Museumsstücke der Tang-Dynastie (618-907) und der Ming-Dynastie (1 368-1 644): Dazu wurden winzige Proben entnommen und auf 40 Elemente sowie Isotope untersucht, so dass ein charakteristisches chemisches Profil entstand. Sogar einzelne Werkstätten sind so zu identifizieren. Mit Blick auf ein Gefäß aus der Yuan-Dynastie, das jüngst in London für rund 23 Mill. Euro verkauft wurde, sagte Zhao: „Angesichts solcher Profite versuchen Leute alle möglichen Wege, um Fälschungen herzustellen.“

Die Original-Studie wurde im „Journal of Archaeological Science“ veröffentlicht (DOI: 10.1 016/j.jasa.2005.06 007).

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