Preis der Zelle soll revolutionär günstig werden
Konkurrenz für die Lichtmaschine

Das Ende der Lichtmaschine ist nah - zumindest in einigen Fahrzeugen der Oberklasse. Künftig soll die Brennstoffzelle als APU (was für „Auxiliary Power Unit” steht) weitaus effizienter Strom für das Fahrzeug liefern. Die Autoentwickler übernehmen eine Idee aus dem Flugzeugbau, wo die APU in jeder Maschine zu den Standards gehört.

DÜSSELDORF. Bislang entstehen bei der Stromerzeugung für automobile Bordnetze hohe Energieverluste. Das Benzin wird im Motor mit Wirkungsgraden von kaum einem Viertel verbrannt. Und anschließend wird die mechanische Energie per Generator mit weiteren Verlusten in Strom umgesetzt. Am Ende kommen nur etwa zehn bis 17 Prozent der eingesetzten Energie auch im elektrischen Bordnetz des Autos an.

Notwendig ist dringend ein Effizienzgewinn, nachdem der Stromverbrauch an Bord der PKWseit Jahren rapide ansteigt und eine Trendwende nicht absehbar ist. BMW zum Beispiel rechnet vor, dass im Modelljahr 1978 ein Fahrzeug der 7er-Reihe noch mit 1,1 Kilowatt installierter Leistung auskam. 1996 waren bereits Stromverbraucher mit zusammen zwei Kilowatt an Bord. Und heute sind es gar bis zu fünf Kilowatt, die für die unterschiedlichsten Anwendungen – von der Hydraulik bis zur Wasserpumpe – benötigt werden.

Nach Schätzungen der Branche ist das Ende damit noch immer nicht erreicht. Im nächsten Jahrzehnt könnte die benötigte Leistung in Fahrzeugen der Oberklasse bereits zweistellige Kilowattbeträge erreichen.

Aus diesem Grund forscht BMW an einem System auf Basis einer Brennstoffzelle. Diese soll mit Benzin versorgt werden, solange an Bord der Fahrzeuge noch kein Wasserstoff als Treibstoff etabliert ist. Die Kohlenwasserstoffe des Sprits sollen daher in einem vorgeschalteten Reformer aufgespalten werden, um die Zelle mit dem notwendigen Wasserstoff zu versorgen.

Einen Zeitplan, wann die erste APU in einem Serienfahrzeug auftauchen wird, nennt BMW allerdings noch nicht. Dennoch gelten die Münchener als führend in der Branche – von anderen Autoherstellern ist zu diesem Thema noch so gut wie gar nichts zu hören.

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