„Problemstufe“ der Rakete funktionierte
Ariane erfolgreich ins All gestartet

Mit 74 Minuten Verspätung und einer Zitterpartie hat am Samstag der mit Spannung erwartete zweite Flug der Trägerrakete Ariane-5-ECA begonnen.

HB PARIS. Die neue europäische Trägerrakete für knapp zehn Tonnen Nutzlast hob um 22.03 Uhr MEZ vom Raumfahrtzentrum Kourou in Französisch Guyana ab. Acht Minuten später wurde die erste Stufe abgestoßen, deren Versagen Ende 2002 zum Scheitern des Jungfernfluges der Großrakete geführt hatte.

Zuvor war es erneut zu einer Zitterpartie um den Start gekommen. Knapp eine Minute vor dem Zünden des Haupttriebwerks war der Countdown für den Start der neuen Trägerrakete unterbrochen worden. Ein noch nicht identifiziertes Problem sei aufgetreten, hatte die Raumtransportgesellschaft Arianespace mitgeteilt.

Die Ariane-Rakete bringt einen Kommunikationssatelliten für die Streitkräfte der USA und Spaniens sowie eine in Deutschland gebaute Plattform für Experimente in geostationäre Umlaufbahnen. Außerdem ist ein wissenschaftlicher Mikrosatellit an Bord. Mit dem Flug wird auch das Verhalten des veränderten Haupttriebwerks und der oberen Stufen erstmals im Einsatz getestet. Mehr als 1400 Messpunkte übermittelten Daten von 1600 Parametern an die Bodenstationen.

Vom erfolgreichen Aussetzen der Satelliten hängt die Zukunft von Arianespace ab. Die Weltraumgesellschaft braucht die Großrakete, um dem wachsenden Preisdruck auf dem Markt für Satellitentransporte zu widerstehen.

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