Produktgestaltung kann verantwortliches, langfristiges Handeln fördern
Design und Nachhaltigkeit – kein Widerspruch

Innovative Beispiele zeigen, dass Produktgestaltung und nachhaltiges, ökologisch verantwortliches Design möglich ist und in Zukunft eine wichtige Rolle für nachhaltig erfolgreiches Wirtschaften spielen kann.

BRÜSSEL. Designermode, Desig-nerküchengeräte, Designermöbel ... endlos ist die Liste der Luxusartikel, die man immer wieder neu kauft, um en vogue zu bleiben. Von Langlebigkeit kann keine Rede sein, eher von Wegwerfgesellschaft. Schließt anspruchsvolles Design langfristiges Denken aus? Innovative Beispiele zeigen, dass Produktgestaltung und nachhaltiges, ökologisch verantwortliches Design möglich ist und in Zukunft eine wichtige Rolle für nachhaltig erfolgreiches Wirtschaften spielen kann. „Designer können völlig unschädliche Produkte entwickeln“, meint Michael Braungart, Öko-Visionär, Chemieprofessor in Niedersachsen und Geschäftsführer der Hamburger Forschungs- und Produktentwicklungsgesellschaft EPEA Internationale Umweltforschung GmbH.

Zwar wollen viele Konsumgüterhersteller die Schnelllebigkeit ihrer Produkte nicht aufgeben. Das würde ja dem Interesse widersprechen, rasch viel Umsatz zu machen. Doch ist es vielfach möglich, harmlose Rohstoffe zu verwenden und aus modisch-schnelllebigen Produkten modisch-langlebige zu machen. Ressourcenschonung und Kostensenkung fangen laut Experten eventuell höhere Anfangsinvestitionen auf.

Eine CD von Sting macht es vor: Nur der Boden des Covers besteht aus Hartplastik, der Deckel ist aus Pappe und trotzdem chic. Oder die Golftasche von BMW: Grundform, Konstruktion und werkzeugintensive Teile blieben jahrelang unverändert. Nur Stoffbespannung, Anbau- und Zusatzteile, die leicht änderbar und effektvoll zeitgemäß zu gestalten sind, werden regelmäßig ausgewechselt. Ähnlich gehen Anbieter von Kindersitzen für Autos vor. Bei Römer & Co bleiben Schale und Konstruktion jahrelang gleich, nur der Stoffbezug passt sich häufig dem Geschmack der kleinen Kunden an.

„Man kann zeitgemäßes Design und ökonomisch wie ökologisch sinnvolle Produkte unter einen Hut bringen“, sagt Michael Mursch, Mitinhaber des Designer-Büros Mursch & Knopp (M&K). „Dadurch können Unternehmen Kosten sparen, qualitativ hochwertigere Produkte schaffen, ihre Marken und Image stärken und zufriedenere Kunden gewinnen“. Es sei daher ein für den langfristigen Firmenerfolg wichtiger Faktor und trage zugleich zur Verringerung des Ressourcenverbrauchs und Schonung der Umwelt bei. Das erführen seine Kunden wie BMW, Braun, Caterpillar, Mercedes, Siemens, Wilkahn der Zeppelin Baumaschinen.

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