Project Telepathy: Aus 30 Metern ins Ohr geflüstert

Project Telepathy
Aus 30 Metern ins Ohr geflüstert

Falls Sie demnächst geisterhafte Stimmen hören, müssen Sie nicht gleich zum Arzt gehen: Englische Forscher haben ein System entwickelt, mit dem sich auch aus größerer Entfernung Worte direkt ins Ohr flüstern lassen.
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BerlinFlüstern über 30 Meter: Britische Wissenschaftler haben ein System entwickelt, um Schall gerichtet an einen Empfänger zu übertragen, ohne dass andere die Worte hören. Weiterer Vorteil des Project Telepathy: Das System funktioniert nicht nur in der Luft.

Das System, das Wissenschaftler von der Universität in Bristol in Südwestgenland entwickelt haben, nutzt Ultraschall, um Worte direkt ins Ohr einer bestimmten Person zu übertragen. Der Sprecher benötigt dafür vier Elektroden im Gesicht sowie einen Lautsprecher, der auf dem Kopf oder vor der Brust getragen wird.

Um die Worte zu codieren, nutzt das System Elektromyografie (EMG), also die elektrischen Signale der Muskeln. Die Elektroden, die an den Lippen und am Kiefer angebracht sind, erfassen die Signale der Gesichtsmuskeln, wenn der Sprecher spricht.

Ein Algorithmus analysiert die Muskelbewegungen und erkennt die Worte. Dabei ist es egal, ob sie tatsächlich gesprochen oder nur lautlos mit den Lippen geformt wurden. Die Wissenschaftler um Projektleiter Asier Marzo haben den lernfähigen Algorithmus bisher darauf trainiert, zehn verschiedene Wörter zu erkennen, darunter Ja, Nein, Stopp und Zurück.

Die Erkennungsrate liege bei über 80 Prozent, schreiben die Forscher in einem Aufsatz. Die Daten werden dann an den Ultraschall-Lautsprecher weitergeleitet, der sie ausstrahlt. Der Schall wird dabei in einem schmalen, gerichteten Strahl ausgesandt – der Winkel beträgt etwa sechs Grad. Das bedeutet, niemand außer der angesprochenen Person hört die Worte.

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