Projekt XS-1

Hyperschallflugzeug soll 2018 starten

Das unbemannte Hyperschallflugzeug XS-1 soll einmal Satelliten kostengünstig ins All transportieren. Drei Unternehmen entwickeln Konzepte für das ambitionierte Projekt, 2018 soll der High-Tech-Flieger erstmals abheben.
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Der Hightech-Flieger soll Satelliten schneller und billiger ins All bringen als bisherige Systeme. (Foto: Darpa)
Hyperschallflugzeug XS-1

Der Hightech-Flieger soll Satelliten schneller und billiger ins All bringen als bisherige Systeme. (Foto: Darpa)

BerlinEinen Satelliten ins All bringen und dann schnell wieder bereit sein für den nächsten Start: Das soll das Experimental Spaceplane (XS-1) ermöglichen. Drei Konsortien arbeiten an diesem Projekt der Defense Advanced Research Projects Agency (Darpa), der Forschungsagentur der US-Streitkräfte. Die Darpa hat ihnen gerade neue Mittel für die Entwicklung zur Verfügung gestellt.

XS-1 ist ein unbemanntes Flugzeug, das die erste Stufe des Transportsystems darstellt: Es wird mit einer Rakete huckepack starten – unklar ist noch, ob senkrecht von einer Startrampe oder wie ein Flugzeug von einer Startbahn aus. Mit Hyperschallgeschwindigkeit (Mach 10) soll es bis unterhalb des Orbits aufsteigen.

Die Spur führt ins All
Spur ins All
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Eine leuchtende Spur zeichnet die Atlas-Rakete nach ihrem Start von Cape Canaveral in Florida. Die Rakete bringt einen unbemannten Raumtransporter mit Nachschub für die Raumstation ISS auf den Weg. Obwohl solche Versorgungsflüge längst Routine sind, geht gerade von nächtlichen Raketenstarts immer noch eine große Faszination aus.

Schallmauer durchbrochen
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Mit einer speziellen Fototechnik, der Schlierenfotografie, wurde diese Aufnahme gemacht. Sie macht die Schockwellen sichtbar, die auftreten, wenn ein Überschalljet die Schallmauer durchbricht.

Moderne Kunst 1
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Kein abstraktes Gemälde, sondern Riffs vor der Küste der Bahamas zeigt dieses Bild, das Astronauten der Raumstation ISS machten. Bei den kräftigen blauen Linien zwischen den Riffs handelt es sich um Priele - Wasserläufe, die ihr Entstehen den Gezeiten verdanken.

Moderne Kunst 2
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Auch dieses abstrakte "Gemälde" wurde von der ISS ausgemacht. Die Astronauten fotografierten ein Gebiet in Australien, über das die Raumstation gerade hinweg zog.

Selfie im All
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"Warum eigentlich immer nur die Erde fotografieren?" dachte sich US-Astronaut Scott Kelly und richtete während eines Weltraumspaziergangs seine Kamera mal auf sich selbst.

Rücksturz zur Erde
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Friedlich schwebt die Sojus-Raumkapsel am Fallschirm zurück zur Erde. Mit an Bord: Die Raumfahrer Scott Kelly und Michail Kornienko, die mehr als ein Jahr auf der Raumstation ISS verbracht hatten.

Aufbruch ins All
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In die andere Richtung ging es im Juni 1983 für Sally Ride, die an Bord des Spaceshuttles Challenger als erste US-Amerikanerin ins All flog.

Dort wird die Rakete ausgeklinkt und gezündet. Sie bringt den Satelliten dann in eine niedrige Erdumlaufbahn (Low Earth Orbit, Leo). Das XS-1 kehrt zur Erde zurück und landet wie ein Flugzeug.

XS-1 soll ein Raumfahrzeug mit einem Gewicht von 1,3 Tonnen bis 2,3 Tonnen ins All befördern. Nach der Landung soll es innerhalb von 24 Stunden wieder startbereit sein. Zehn Starts in zehn Tagen ist das Ziel der Darpa.

Schnelligkeit ist aber nicht die einzige Vorgabe: XS-1 soll Satelliten deutlich günstiger in den Orbit transportieren als heute die Raketen. Fünf Millionen US-Dollar soll ein Satellitenstart kosten – das ist etwa ein Zehntel des heutigen Preises.

20 Millionen Dollar für die zweite Entwicklungsphase
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