Psychische Belastung
Schlechter Job ist schlimmer als Arbeitslosigkeit

Hauptsache Arbeit – diesen Grundsatz haben australische Wissenschaftler in einer groß angelegten Studie unter die Lupe genommen. Mit eindeutigem Ergebnis.
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DüsseldorfEin schlechter Job belastet das seelische Wohl vieler Menschen noch stärker als Arbeitslosigkeit. Dieses Resultat einer australischen Studie unterstreicht, wie wichtig gute Arbeitsbedingungen für die Psyche der Beschäftigten sind.

Die Forscher der Australischen Nationaluniversität in Canberra untersuchten mehr als 7.000 Erwachsene aus repräsentativ ausgewählten Haushalten über einen Zeitraum von sieben Jahren. Dabei verglichen sie die seelische Verfassung der Teilnehmer mit ihrem Berufsstand und den Arbeitsbedingungen, also etwa der Bezahlung, der Jobsicherheit, den beruflichen Anforderungen oder der Unterstützung am Arbeitsplatz.

Erwartungsgemäß waren arbeitslose Teilnehmer generell in schlechterer mentaler Verfassung als berufstätige Menschen. Aber bei näherer Analyse hing das Wohl der Beschäftigten wesentlich von der Qualität ihres Jobs ab.

Fanden arbeitslose Teilnehmer eine gute Anstellung, so besserte sich ihr seelischer Zustand. Bekamen sie aber einen schlechten Job, so sank die psychische Verfassung vieler Menschen auf einen neuen Tiefpunkt.

„Die Politik mit dem Grundsatz „Hauptsache Arbeit' basiert auf der Auffassung, dass jeder Job besser ist als keiner, weil er das wirtschaftliche wie auch das persönliche Wohl steigert“, schreiben die Forscher in der Zeitschrift „Occupational and Environmental Health“. „Aber die psychosoziale Qualität der Arbeit ist ein grundlegender Faktor, der bei der Planung und Ausführung der Beschäftigungs- und Sozialpolitik berücksichtigt werden muss.

 

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Psychische Belastung: Schlechter Job ist schlimmer als Arbeitslosigkeit"

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  • Das passt ziemlich gut mit der Gallup Studie aus 2009 zusammen. Nur maximal 13% deutscher Beschäftigter ist hoch motiviert. Der größte Teil macht nur Dienst nach vorschrift. 109 Milliarden € Schaden pro Jahr wird geschätzt. Was für ein Potential hier im Sinne des Geschäftsprozessmanagents beborgen werden könnte!
    Siehe folgenden Post inklusive Diskussion: http://www.saperionblog.com/prof-gunther-dueck-zur-frauenqoute-und-warum-wir-bei-erfullung-vom-konkurrierenden-markt-zuruck-zum-kooperierenden-mussen/3761/

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