Forschung + Innovation
Radar von „Mars Express“ vor dem Einsatz

Die europäische Sonde „Mars Express“ hat in einem heiklen Manöver ihr hoch sensibles Radargerät zur Suche nach Wasser unter der Oberfläche des Roten Planeten entfaltet.

dpa PARIS. Die europäische Sonde „Mars Express“ hat in einem heiklen Manöver ihr hoch sensibles Radargerät zur Suche nach Wasser unter der Oberfläche des Roten Planeten entfaltet. Die etwa 20 Meter langen Antennen und der Ausleger des Radars Marsis seien seit Anfang Mai nach und nach in Position gebracht und getestet worden.

Das teilte die Europäische Weltraumorganisation (Esa) am Mittwoch in Paris mit. Vom 4. Juli an könne das Radar wissenschaftlich eingesetzt werden. Bei vorangegangenen Simulationen war die Gefahr deutlich geworden, dass die Glasfiber-Antennen nicht einrasten, sondern zurückschnellen und damit die den Mars umkreisende Sonde beschädigen könnten. Mehrere Monate lang wurde das Manöver daraufhin im Jet Propulsion Laboratory der Nasa im kalifornischen Pasadena durchgespielt. Das europäische Raumfahrt-Kontrollzentrum Esoc in Darmstadt überwachte diese Tests.

Marsis (Mars Advanced Radar for Subsurface and Ionosphere Sounding Instrument) soll nicht nur nach Wasser als Grundlage für Leben unter der Mars-Oberfläche suchen, sondern auch die Ionosphäre des Planeten studieren. Der „Mars Express“ war im Juni 2003 gestartet worden und ging sechs Monate später in einer Umlaufbahn um den Roten Planeten. Mit dem Radar arbeiten jetzt alle Instrumente des „Mars Express“.

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