Raumfähre
Endeavour dockt zum letzten Mal an

Rendezvous geglückt: Bei ihrer letzten Reise ins All hat die US-Raumfähre Endeavour ihr Ziel erreicht: Das Shuttle mit sechs Astronauten an Bord dockte an der Raumstation ISS an.
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WashingtonDie US-Raumfähre „Endeavour“ hat am Mittwoch zum letzten Mal an die Internationale Raumstation ISS angedockt. Der Shuttle brachte zur Abschiedsvisite sechs Astronauten mit, fünf Amerikaner und einen Italiener. Auf sie kommen nun arbeitsreiche Tage zu. Viermal sollen Crewmitglieder aussteigen, um die ISS aufzumöbeln. Der erste Außeneinsatz steht am Freitag an.

Mit im Gepäck ist auch ein von deutschen Wissenschaftlern mitentwickelter Teilchendetektor, den es zu installieren gilt. Das 6,8 Tonnen schwere „Alpha Magnetic Spectrometer 2“ (AMS-2) Gerät soll unter anderem Wissenswertes zur Antimaterie, zur Dunklen Materie und zum Ursprung kosmischer Strahlen erkunden.

Die Raumfähre ist außerdem mit Ersatzausrüstung und Versorgungsgütern vollgeladen: von Kühlflüssigkeit über Antennensysteme bis hin zu Teilen für den ISS-Roboterkran „Dextre“. Mit der Ankunft der „Endeavour“ verdoppelte sich die „Einwohnerzahl“ der Station vorübergehend auf 12.

Obwohl es damit etwas eng wird, konnte die Langzeitcrew der ISS das Andocken des Shuttle um 12.14 Uhr MESZ kaum erwarten. „Juhu, Hausgäste!“ twitterte Astronaut Ron Garan voller Begeisterung. Und die Begrüßung kam dann sogar noch schneller als erwartet: Bereits um 13.38 Uhr konnte die Verbindungstür zwischen der Raumfähre und der Station geöffnet werden, damit waren die Crews dem ursprünglichen Zeitplan eine Stunde voraus.

Shuttle-Programm wird bald eingestellt

Nach der Rückkehr von ihrem 25. Flug am 1. Juni wird die „Endeavour“ im Wissenschaftszentrum in Los Angeles ausgestellt. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat nur noch einen weiteren Shuttle-Flug geplant: Anfang Juli soll die „Atlantis“ ins All starten. Danach wird das Shuttle-Programm nach insgesamt 135 Missionen und drei Jahrzehnten aus Kosten- und Sicherheitsgründen eingestellt.
Die ISS soll noch mindestens bis zum Jahr 2020 weiter betrieben werden. Beim Transport von Astronauten wollen sich die USA künftig aber auf Russland verlassen. Für die nahe Zukunft hofft die US-Raumfahrtbehörde Nasa zudem auf Initiativen von Privatunternehmen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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