Raumfähre von ISS abgekoppelt
„Atlantis“ tritt Heimreise an

Nach mehr als einwöchigem Weltraumeinsatz hat die US-Raumfähre „Atlantis“ mit sieben Astronauten an Bord von der Internationalen Raumstation ISS abgelegt und ihren Rückflug zur Erde begonnen.

HB CAPE CANAVERAL. Um 16.42 Uhr MESZ löste sich das Shuttle von der ISS. „Atlantis“-Kommandant Frederick Sturckow und Pilot Lee Archambault sollten die ISS mit der Raumfähre vor dem Rückflug zur Erde noch einmal komplett umrunden. Währenddessen sollte der Rest der Besatzung die jüngsten Fortschritte am Ausbau der ISS auf Film festhalten. „Es ist sehr aufregend, die Station in dieser Konstellation zu sehen“, sagte Flug-Managerin Holly Ridings.

Während des „Atlantis“-Besuchs hatten Astronauten bei mehreren Außeneinsätzen unter anderem zwei neue Solarmodule installiert, die die Station mit Strom versorgen. Ein mehrtägiger Computerausfall hielt die Crew in Atem und erforderte, dass das Shuttle wichtige Aufgaben, wie etwa die Navigation der Raumstation, übernahm. Die „Atlantis“ blieb schließlich zwei Tage länger im All, damit die Astronauten einen Defekt am Hitzeschild der Fähre beheben konnten.

Der Besuch des Shuttle brachte auch den Austausch zweier ISS-Besatzungsmitglieder: So fliegt die US-Raumfahrerin Sunita Williams nach einem sechsmonatigen Aufenthalt auf der ISS wieder mit zur Erde. Dafür bleibt ihr Landsmann Clayton Anderson zurück. Williams wurde während ihrer Zeit auf der ISS zur Rekordhalterin unter Astronautinnen: Sie hat bislang die längste Zeit im All verbracht.

Nasa-Manager Phil Engelauf stellte den Besatzungen das beste Zeugnis aus. „Das Team hat einen fantastischen Job gemacht“, sagte er am Montag. Es sei mehr geleistet worden als ursprünglich vorgesehen. Eine „Herausforderung“ nannte Engelauf die tagelangen Probleme durch die abgestürzten Computer im russischen ISS-Teil, die nur mit viel Mühe wieder zum Laufen gebracht wurden. Sie seien nun aber „in gutem Zustand“, sagte er.

Wären die stundenlangen Tests der Rechner am Montag weniger günstig verlaufen, hätte die „Atlantis“ noch einen weiteren Tag im All dranhängen müssen. So aber kehrt auch die Nasa-Astronautin Sunita Williams planmäßig zur Erde zurück, nachdem sie ein halbes Jahr auf der ISS zugebracht hatte. Sie ist nun die Frau mit der längsten Aufenthaltsdauer im Weltall. Sie wird auf der Internationalen Raumstation von ihrem Landsmann Clayton Anderson abgelöst.

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