Raumfähre von ISS abgekoppelt
„Discovery“ auf riskantem Heimflug

Die Raumfähre „Discovery“ hat am Samstag den Rückflug von der Internationalen Raumstation ISS zur Erde angetreten. Jetzt fiebert die Besatzung dem Eintritt in die Erdatmosphäre entgegen. Es ist der riskanteste Teil der Mission.

HB CAPE CANAVERAL. Am Samstagmorgen löste sich das Space Shuttle und schwebte von der ISS weg, wie die US-Weltraumbehörde NASA am Samstag in ihrem TV-Programm live zeigte. Danach kreiste die „Discovery“ um die Station, von der aus die Fähre und mögliche Problemstellen noch einmal fotografiert wurden.

Danach schwenkte die Fähre in eine eigene Erdumlaufbahn ein. Für Montagmorgen ist der Eintritt in die Erdatmosphäre geplant. Dies ist der riskanteste Teil des Fluges, bei dem sich das Shuttle durch die große Reibung enorm erhitzt. Beim Unglück der „Columbia“ vor zweieinhalb Jahren war das beschädigte Shuttle beim Eintritt in die Atmosphäre auseinander gebrochen; alle sieben Astronauten an Bord starben. Die „Discovery“ soll nach derzeitigen Planungen am Montag um 10.37 Uhr (MESZ) auf der Erde landen.

Wegen einer Serie technischer Probleme an der „Discovery“ hatte die NASA die Risiken des Rückflugs genau erwogen und erst dann grünes Licht gegeben. In einer bislang einmaligen Reparatur im Weltraum entfernte Astronaut Steve Robinson am Mittwoch mit der Hand überstehende Füllstreifen am Hitzeschild. Auf eine weitere Reparatur an der Isolierdecke der Raumfähre wurde verzichtet, der festgestellte Schaden berge kaum eine Gefahr, hieß es.

Alle Vorbereitungen für die Landung seien getroffen, sagte NASA- Flugdirektor Paul Hill am Freitag. Ein Unsicherheitsfaktor sei noch das Wetter. Angesichts der bisher erfolgreichen Mission der „Discovery“ hofft die NASA auf einen neuen Shuttle-Einsatz schon am 22. September.

Vor dem Abflug dankte die Shuttle-Kommandeurin Eileen Collins den ISS-Raumfahrern noch einmal, sie seien „großartige Gastgeber“ gewesen. Die sieben Astronauten der „Discovery“ hatten am Freitag ihre Sachen gepackt und den Müll der ISS verstaut. Mit Hilfe eines Roboterarms wurde der Riesencontainer „Raffaello“ von der ISS in die Ladebucht des Shuttle gebracht. In dem Behälter hatte die „Discovery“ 13 Tonnen Ausrüstung und Versorgungsgüter mitgebracht. Auf den Rückweg nahm die Fähre 10 Tonnen Müll mit, der sich in den vergangenen zweieinhalb Jahren in der ISS angehäuft hatte.

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