Raumfahrt Alle lieben Astro-Alex

Alexander Gerst ist für die Befürworter der Raumfahrt ein Geschenk des Himmels. Der sympathische Weltall-Heimkehrer absolviert momentan Auftritt um Auftritt – nicht zuletzt, um die Zukunft der Raumstation ISS zu sichern.
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Seit seiner Rückkehr aus dem All wird Esa-Astronaut Alexander Gerst nicht müde, die Vorzüge der bemannten Raumfahrt anzupreisen. Quelle: dpa

Seit seiner Rückkehr aus dem All wird Esa-Astronaut Alexander Gerst nicht müde, die Vorzüge der bemannten Raumfahrt anzupreisen.

(Foto: dpa)

KölnEin aufschlussreiches Zitat kam bei der Konferenz im Europäischen Astronautenzentrum in Köln am Mittwoch nicht von den Podiumsteilnehmern, sondern aus den Reihen der Zuhörer. Ein Mitarbeiter der Europäischen Weltraumagentur ESA seufzte: „Alle lieben Alex. Davon werden wir noch lange zehren müssen.“

Alexander Gerst ist ein Phänomen, das bewies er auch diesmal wieder. Da parlierte er in makellosem Englisch, alles druckreif. Und blieb eben doch Alex. Einer der abhebt, aber dabei kein bisschen abgehoben rüberkommt.

Wie Astro-Alex den Weltraum erlebte
International Space Station crew landing in northern Kazakhstan
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Erschöpft, aber glücklich: Nach über fünf Monaten im All landete Esa-Astronaut Alexander Gerst in der früheren Sowjetrepublik Kasachstan in Zentralasien.

huGO-BildID: 40202504 Ground personnel help on November 10, 2014 International Space Station (ISS) crew member Alexander Gerst of Germany exit the So
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Vorsichtig hoben Helfer den nach der langen Schwerelosigkeit geschwächten Deutschen aus der Sojus-Kapsel...

The Soyuz TMA-13M spaceship landing in Kazakhstan
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...dann folgte die traditionelle kasachische Begrüßungszeremonie für Gerst (l.) und seine ISS-Kollegen Maxim Surajew (M.) und Reid Wiseman.

Alexander Gerst
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Für 165 Tage war der Weltraum sein Zuhause. Alexander Gerst -hier in der Aussichtskuppel der ISS - nutzte seine Zeit auf der Raumstation, um immer wieder spektakuläre Bilder aus dem All zur Erde zu schicken.

Blick des Astronauten Gerst auf die Erde
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So wie diese Aufnahme von Polarlichtern. Die prächtigen Farbenspiele entstehen, wenn geladene Teilchen des Sonnenwindes...

Blick des Astronauten Gerst auf die Erde
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...auf die Erdatmosphäre treffen. Gerst beobachtete das Phänomen aus rund 400 Kilometern Höhe. Bei dieser Aufnahme schob sich der Roboterarm der Station ins Bild.

ISS view Hurricane Gonzalo
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Wetterphänomene gehörten zu den häufigsten Bildmotiven des deutschen Astronauten. Hier fing er den Hurrikan Gonzalo ein, der im Oktober unter anderem die Bermuda-Inseln heimsuchte.

Die ESA und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) scheinen entschlossen, die „Alex-Festwochen“ noch mindestens bis zum 2. Dezember auszudehnen. Dann entscheidet eine Ministerrats-Konferenz über die Finanzierung des europäischen Teils der Internationalen Raumstation ISS für die nächsten drei Jahre.

Bei dem Gedanken daran bekommt der Esa-Direktor für bemannte Raumfahrt, Thomas Reiter, ein „ungutes Bauchgefühl“, denn: „Wir wissen alle, wie die wirtschaftliche Situation insgesamt in Europa ist, und deshalb blicke ich natürlich mit Spannung der Konferenz entgegen. Die Anzeichen deuten eigentlich darauf hin, dass wir die erforderliche Finanzierung erhalten, aber letztendlich werden wir das erst am Abend des 2. Dezember wissen.“

Deshalb kann so eine Konferenz wie jetzt in Köln sicher nicht schaden. Führende Mediziner, Physiker, Zellbiologen und Molekularwissenschaftler versicherten dabei immer wieder aufs Neue, wie wichtig die ISS-Experimente in der Schwerelosigkeit für ihren Forschungszweig und damit am Ende auch für ganz normale Erdlinge seien.

Auch du brauchst die Raumfahrt!
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