Raumfahrt
Asiens Aufbruch ins All

China will zur Großmacht werden - nicht nur wirtschaftlich, auch in der Raumfahrt. Eine eigene Basis im Weltraum ist bereits in Arbeit. Und auch Indien will in naher Zukunft Menschen ins All schicken.

MumbaiWas für die USA Neil Armstrong ist, ist für China Yang Liwei. Zwar setzte Liwei 2003 keinen Fuß auf den Mond, startete aber als erster Chinese in einer in seinem Heimatland entwickelten Raumfähre ins All. Die Taikonauten-Kapsel Shenzhou basiert zwar auf der russischen Sojus-Rakete, ist aber eine chinesische Weiterentwicklung und wird von "Langer Marsch"-Raketen aus China ins All befördert. Seit Liweis Jungfernflug bringt das Shenzhou-Programm regelmäßig chinesische Taikonauten in den Weltraum. 2008 gelang es erstmals, dass einer der Astronauten während der Mission die Kapsel verlassen konnte.

Die Chinesen wollen nichts weniger als eine Großmacht in der Raumfahrt werden. Nachdem die USA gegen den Wunsch der Europäer eine chinesische Beteiligung an der Internationalen Raumstation ISS bis heute verhindern, baut China bereits an seiner eigenen ständigen Basis im Weltraum. Der erste Block namens Tiangong 1 ist bereits fertig und soll im August ins All geschossen werden. Bis 2020 will China eine komplette Raumstation im Universum installieren. Und 2024, so die ehrgeizigen Pläne, soll die erste Taikonauten-Crew wahrhaftig in Neil Armstrongs Fußstapfen treten und auf dem Mond landen.

Und auch ein zweites asiatisches Land schließt mit großen Schritten zu den mächtigen Raumfahrtnationen auf. Seit 1980 ist Indien in der Lage, Satelliten mit Hilfe eigener Trägerraketen ins All zu schicken. Bisheriger Höhepunkt der Bemühungen um die Eroberung des Universums: der Start von Chandrayaan 1. Die Raumsonde umkreiste von 2008 bis 2009 für mehr als 300 Tage den Mond und warf eine Tochtersonde auf dem Erdtrabanten ab.

In den kommenden Jahren will auch Indien so weit sein, mit eigener Technik Menschen ins All befördern zu können. Die nächste Mondmission ist bereits geplant und das Land möchte ebenso wie China ein eigenes Satellitennavigationssystem aufbauen.

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