Raumfahrt
„Atlantis„ startet frühestens im Juni

Die durch Hagel beschädigte Raumfähre „Atlantis“ wird frühestens am 8. Juni zur Internationalen Raumstation (ISS) fliegen - fast drei Monate später als ursprünglich geplant.

dpa WASHINGTON. Die durch Hagel beschädigte Raumfähre „Atlantis“ wird frühestens am 8. Juni zur Internationalen Raumstation (ISS) fliegen - fast drei Monate später als ursprünglich geplant.

Wie die US-Weltraumbehörde Nasa am Dienstag (Ortszeit) in Houston (Texas) mitteilte, wird die Zeit für Reparaturarbeiten am Shuttle-Außentank benötigt, der bei einem schweren Unwetter am 26. Februar von Hagelkörnern in Golfballgröße bombardiert worden war. Nasa-Techniker zählten danach mehr als 2 500 Dellen.

Die „Atlantis“ sollte ursprünglich am 15. März zur ISS starten und stand auf der Startrampe in Cape Canaveral (Florida), als die Schlechtwetterfront über das Gebiet zog. Die „Atlantis“-Mission gilt als besonders wichtig: Die Besatzung um Kommandant Rick Sturckow soll an der Station unter anderem ein weiteres Segment installieren und neue Sonnensegel anbringen. Nach Angaben von Programm-Manager Wayne Hale ist die sechsköpfige Crew „gut gelaunt“ und nutzt die Wartezeit für zusätzliches Training, aber blickt dem Start zugleich mit Ungeduld entgegen.

Nach dem Unwetter hatte die Nasa auch eine Auswechslung des beschädigten Außentanks in Betracht gezogen, entschied sich dann aber für eine Reparatur. Die bisherigen Arbeiten seien erfreulich gut und zügig verlaufen, sagte der für Raumfahrt-Operationen zuständige Nasa- Direktor Bill Gerstenmaier.

Durch die Verzögerung des „Atlantis“-Starts verschieben sich auch die drei weiteren für dieses Jahr geplanten Shuttle-Missionen. So muss etwa die derzeitige ISS-Langzeitbewohnerin Sunita Williams, die eigentlich Anfang Juli an Bord der „Endeavour“ zur Erde zurückkehren sollte, länger im All bleiben: Der Start der Raumfähre wurde von Ende Juni auf Anfang August verlegt, vorausgesetzt, das Wetter mit.

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