Raumfahrt
Boeing fliegt erst 2018 bemannt zur ISS

Boeing hat Probleme mit der Entwicklung seiner Raumfähre CST-100. Sie soll erst ein Jahr später als geplant mit Astronauten an Bord starten. CST-100 ist als Transportschiff für Raumfahrer zur Raumstation ISS geplant.

BerlinDie Raumfähre CST-100 Starliner von Boeing wird bemannt ein Jahr später starten als geplant. CST-100 – die Abkürzung steht für Crew Space Transport – soll künftig Astronauten zur Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS) und wieder zurück zur Erde transportieren.

Boeing ist eines der privaten Raumfahrtunternehmen, die im Auftrag der US-Raumfahrtbehörde Nasa Mannschaftstransporte zur ISS übernehmen sollen. Das dafür entwickelte Raumfahrzeug sollte eigentlich 2017 einsatzbereit sein: Kürzlich bestätigte Boeing der Fachzeitschrift Aviation Week, dass CST-100 im kommenden Jahr zuerst unbemannt und im Dezember erstmals bemannt fliegen sollte.

Leanne Caret, Chefin von Boeings Raumfahrtsparte, sagte nun jedoch in einer Konferenz mit Investoren, dass dieser Zeitplan nicht zu halten sei. Das berichtet das US-Onlinemagazin Geekwire. Stattdessen werde die Raumfähre 2017 nur unbemannt fliegen. Zum ersten bemannten Flug werde es erst im Jahr darauf kommen.

Grund seien die Masse der Kapsel sowie Schwierigkeiten bei der Integration von CST-100 auf der Trägerrakete Atlas 5 des US-Raumfahrtunternehmens United Launch Alliance. Das bestätigte eine Boeing-Sprecherin Geekwire.

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