Raumfahrt China will Mondgestein zur Erde bringen

China hat sich ein weiteres ehrgeiziges Ziel im All gesetzt: Noch in diesem Jahr soll eine unbemannte Sonde Mondgestein zur Erde bringen. Ein weiterer Schritt auf dem Weg zur ersten bemannten Mondmission Chinas.
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Ende 2013 brachte China einen eigenen Rover auf den Mond. Nun wollen Chinas Raumfahrtexperten Mondgestein zur Erde bringen. Quelle: dpa
Chinesischer Rover auf dem Mond

Ende 2013 brachte China einen eigenen Rover auf den Mond. Nun wollen Chinas Raumfahrtexperten Mondgestein zur Erde bringen.

(Foto: dpa)

PekingChina will erstmals seit mehr als 40 Jahren wieder Gestein vom Mond zur Erde bringen. Die Raumfähre „Chang'e 5“ soll dazu in der sogenannten Mons-Rümker-Region landen, so Liu Jizhong von Chinas Mondprogramm auf einer Konferenz in Peking, über die die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Es wäre das erste Mal, dass ein chinesisches Raumschiff nach einer Mondlandung mit Mondgestein zur Erde zurückkehrt. Als Starttermin der Mission wurde der kommende November genannt.

China geht auf Alien-Jagd
Start für das weltgrößte Radioteleskop
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China hat das weltweit größte Radioteleskop in Betrieb genommen. Es soll die Entwicklung des Universums erforschen und mögliche Signale außerirdischer Zivilisation aufspüren.

Eröffnungsfeier
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Zur Eröffnung der Anlage namens FAST (Five-hundred-meter Aperture Spherical Telescope) in der im Süden des Landes liegenden Provinz Guizhou kamen am Sonntag Hunderte Wissenschaftler und Interessierte, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete.

Radioteleskop FAST
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Das Teleskop soll Gravitationswellen und Radiofrequenzstrahlung von fernen Sternen und Galaxien auffangen und registrieren.

160 Millionen Euro Baukosten
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Das Teleskop, das im Durchmesser 500 Meter misst, steht in einem üppig bewachsenen Karstgebiet im Bezirk Pingtang. Sein Bau dauerte fünf Jahre und kostete umgerechnet 160 Millionen Euro.

Radioteleskop in Arecibo
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An Größe übertrifft es das 300 Meter große Arecibo Observatorium in Puerto Rico deutlich.

Radioteleskop FAST
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Forscher Qian Lei sagte, ultimatives Ziel von Fast sei, die Gesetze für die Entwicklung des Universums zu entdecken. Das Staatssender CCTV berichtete, bei einem Test habe das Teleskop Radiowellen von einer Quelle kosmischer Strahlung empfangen, die 1351 Lichtjahre von der Erde entfernt gelegen habe.

Acht Dörfer umgesiedelt
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Für das Teleskop mussten mehr als 8000 Menschen aus acht Dörfern umgesiedelt werden, wie Staatsmedien berichteten. Für Touristen sei eine Beobachtungsterrasse auf einem nahegelegenen Berg gebaut worden.

Zuletzt war vor 41 Jahren mit dem sowjetischen Luna-24-Flug Mondmaterial zur Erde gebracht worden. Allerdings konnten seinerzeit nur etwa 170 Gramm eingesammelt werden. Die Apolloflüge der USA hatten zwischen 1969 und 1972 mehr als 360 Kilogramm Mondgestein zur Erde gebracht.

Im kommenden Jahr will China zudem die erste Mondlandung auf der erdabgewandten Seite des Mondes versuchen. Dafür kommt „Chang'e 4“ zum Einsatz, ein bisher nicht benutztes Ersatzraumschiff für „Chang'e 3“, das 2013 die erste unbemannte Mondlandung Chinas unternommen hatte.

China plant zudem eine erste bemannte Mondlandung. Sie soll in etwa 15 bis 20 Jahren stattfinden. Es werde „nicht lange dauern“, bis das Projekt die offizielle Genehmigung und Finanzierung erhält, berichtete Yang Liwei, Chinas erster Astronaut und Vizedirektor des bemannten Raumfahrtprogramms, ohne allerdings einen genauen Termin zu nennen.

  • dpa
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