Raumfahrt
Discovery erreicht Raumstation ISS

Die Raumfähre Discovery hat die Internationale Raumstation erreicht. Nach einer Untersuchung des überlebenswichtigen Hitzeschildes dockte das Shuttle an der ISS an. Kurz darauf kam es zu einer historischen Begegnung im Weltall.

HB CAPE CANAVERAL. Die US-Weltraumfähre "Discovery" hat an die Internationalen Raumstation ISS angedockt. Zum Ende des komplizierten mehrstündigen Manöver am Donnerstag musste „Discovery“-Kommandantin Pamela Melroy (46) das Steuer selbst in die Hand nehmen und Millimeterarbeit leisten. Nach Angaben der US-Weltraumbehörde NASA lief das Manöver ohne Probleme. Für Freitag ist der erste Außeneinsatz der Astronauten geplant. Hauptaufgabe des zweiwöchigen „Discovery“-Fluges ist es, das fast 15 Tonnen schwere Verbindungsmodul „Harmony“ an der ISS anzubringen. Im Dezember soll das europäische Weltraumlabor „Columbus“ daran angekoppelt werden.

Vor dem Andocken machten die Astronauten mit Digitalkameras mehrere Hundert Aufnahmen von dem überlebenswichtigen Hitzeschild der Raumfähre, um mögliche Schäden festzustellen. Dabei schlug die „Discovery“ einen „Rückwärtssalto“, damit Ober- und Unterseite fotografiert werden konnten. Bei den bisherigen Untersuchungen konnte die Besatzung keine nennenswerten Schäden feststellen. Die Hitzekacheln schützen die Raumfähre bei der Rückkehr in die Atmosphäre vor dem Verglühen.

Nach dem Andocken gab es eine Premiere: Erstmals in der neunjährigen Geschichte der ISS schüttelten sich zwei Kommandantinnen zur Begrüßung die Hand. Erst vor einigen Tagen übernahm die US-Astronautin Peggy Whitson die Leitung der ISS. Die „Discovery“-Chefin Melroy erklärte allerdings, niemand in der Nasa habe ein solches Frauentreffen geplant. Es sei „rein zufällig“ zur Begegnung der beiden weiblichen Führungskräfte im Weltall gekommen. Der erste von fünf Außeneinsätzen soll am Freitag 12.28 MESZ beginnen. Dabei sollen zwei US-Astronauten fast sechs Stunden im Weltall bleiben. Es geht darum, das Verbindungsmodul „Harmony“ für die Installierung vorzubereiten sowie eine Antennenstruktur an der ISS abzubauen. Nach Angaben vonm Nasa-Experten sind die Montagearbeiten der „Discovery“-Mission diesmal besonders kompliziert. Die Rückkehr der Raumfähre ist für den 6. November geplant.

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