Raumfahrt Drei ISS-Astronauten zurück auf der Erde

Die russische Raumfahrt hat mit der bewährten Sojus-Kapsel eine weitere glatte Landung hingelegt. Drei Raumfahrer kehrten von der ISS zurück - und wurden gleich mit extremer Witterung an der Landestelle konfrontiert.
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ESA-Astronaut Paolo Nespoli wird von Helfern gestützt. Nach mehreren Monaten in der Schwerelosigkeit brauchen die Raumfahrer zunächst Hilfe, weil sich der Körper erst wieder an die irdische Schwerkraft gewöhnen muss. (Foto: Nasa TV)
Nach der Landung

ESA-Astronaut Paolo Nespoli wird von Helfern gestützt. Nach mehreren Monaten in der Schwerelosigkeit brauchen die Raumfahrer zunächst Hilfe, weil sich der Körper erst wieder an die irdische Schwerkraft gewöhnen muss. (Foto: Nasa TV)

ScheskasganNach rund fünf Monaten auf der Internationalen Raumstation (ISS) sind drei Raumfahrer sicher wieder auf der Erde gelandet. Eine Sojus-Kapsel mit dem Russen Sergej Rjasanski, dem US-Amerikaner Randy Bresnik und dem Italiener Paolo Nespoli setzte planmäßig in der Steppe von Kasachstan in Zentralasien auf. Das zeigten Live-Bilder der US-Raumfahrtbehörde Nasa am Donnerstag.

„Es ist alles glattgegangen“, sagte der Kommentator. Die Landestelle lag etwa 150 Kilometer südöstlich der Stadt Scheskasgan. Auf der Leinwand der russischen Flugleitzentrale bei Moskau erschien der traditionelle Schriftzug „Landung bestätigt“.

Mit den Augen eines Astronauten
Astronautenfotos
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Alle Wege führen - in diesem Fall nicht nach Rom, sondern nach Lüttich. Astronauten der Raumstation ISS gelang dieser Schnappschuss der belgischen Metropole mit "NightPod", einem speziellen Instrument für Nachtaufnahmen.

Erde aus dem All
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Bei hellem Tageslicht sehen wir hier die Inseln des Mergui-Archipel im Indischen Ozean vor der Küste Myanmars. Flüsse transportieren Sediment vom Festland ins Meer und lassen den vergleichsweise flachen Ozean rund um die mehr als 800 Inseln hellblau bis weiß erscheinen. In deutlichem Kontrast dazu steht das Dunkelblau der Tiefsee am linken Rand des Bildes.

Erde aus dem All
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Vulkane zählen zu den spektakulärsten Naturschauspielen und sind auch aus dem All gut zu erkennen. Hier sehen wir das Vulkanfeld des argentinischen Feuerbergs Payun mit seinen mehr als 300 aktiven Schloten.

Erde aus dem All
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Auch die sibirische Halbinsel Kamtschatka zählt zu den vulkanisch aktiven Regionen unseres Planeten. Aus dem All gut zu erkennen ist der Lavafluss des Vulkans Tolbatschik, der nach 36 Jahren Ruhe im November 2012 wieder ausbrach.

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Der Vulkan Ulawun auf Papua-Neuguinea, gesehen aus der Perspektive eines Astronauten auf der ISS.

Erde aus dem All
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Nicht Feuer, sondern Wasser ist das beherrschende Element auf diesem Bild. Es zeigt überflutete Gebiete im Süden Mosambiks, wo der Fluss Limpopo nach anhaltenden Regenfällen über die Ufer trat.

Erde aus dem All
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Die an Kondensstreifen von Flugzeugen erinnernden Wolkenformationen markieren Schiffsrouten auf dem östlichen Pazifik. Die Himmelsstriche entstehen, wenn Wasserdampf an Partikeln aus den Abgasen der Schiffsmotoren kondensiert.

Der Rückflug von der ISS hatte etwa drei Stunden vorher begonnen. Nasa-Bilder zeigten, wie sich das russische Raumschiff langsam von der ISS entfernte.

Die Rückkehrer stießen in Kasachstan auf eisiges Winterwetter mit 20 Grad Frost. Deshalb hatte das Bergungsteam angekündigt, die übliche Fotosession nach der Landung auf ein Minimum zu reduzieren und die Raumfahrer möglichst schnell ins Warme zu bringen. Nach mehreren Monaten in der Schwerelosigkeit brauchen die Raumfahrer zunächst Hilfe, da die Muskeln erschlafft sind und der Körper sich erst wieder an die Erdanziehung gewöhnen muss.

Als ersten hievte die Bergungsmannschaft den Sojus-Kommandanten Rjasanski aus der Kapsel. Später zeigten Fernsehbilder, wie Bresnik in der hellen Wintersonne mit seiner Familie telefonierte.

Derzeit halten noch ein Russe und zwei Amerikaner die Stellung auf dem Außenposten der Menschheit im All. Doch schon in wenigen Tagen wird Verstärkung erwartet: Am Sonntag starten der Russe Anton Schkaplerow, der Amerikaner Scott Tingle und der Japaner Norishige Kanai zur ISS.

  • dpa
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