Raumfahrt
Endeavour bleibt weiter am Boden

Die Raumfähre Endeavour kommt nicht vom Boden los: Erneut musste die Nasa den Start ihres Shuttles verschieben. Grund sind Probleme mit dem Außentank - nicht zum ersten Mal in diesem Jahr.
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dpa WASHINGTON/CAPE CANAVERAL. Die US-Raumfähre „Endeavour“ hängt schon wieder in der Warteschleife. Weil Techniker bei den Startvorbereitungen in Cape Canaveral am Mittwochmorgen erneut ein Leck im Außentank entdeckten, wurde auch der zweite Startversuch des Shuttle abgesagt. Das meldete die Raumfahrtbehörde Nasa auf ihrer Internetseite. Ein neuer Versuch, den Orbiter mit sieben Astronauten an Bord zur Internationalen Raumstation ISS zu schicken, soll nun am 11. Juli um 13.39 Uhr MESZ gestartet werden.

Grund für den Abbruch der Startvorbereitungen am Mittwoch war wie schon am vergangenen Samstag ein Leck am mit flüssigem Wasserstoff und Sauerstoff gefüllten Außentank des Shuttle. Zunächst war noch versucht worden, den Schaden zu beheben und am geplanten Start festzuhalten. Doch die Sicherheit der Astronauten ging vor. Ursprünglich sollte die „Endeavour“ bereits am 13. Juni ins All aufbrechen.

Startverschiebungen sind bei den US-Raumfähren fast schon Routine. Die Shuttle gelten als alte Arbeitspferde, die ihre besten Tage hinter sich haben. Im Mai nächsten Jahres werden die drei ausgedienten Orbiter der US-Flotte, die „Endeavour“, die „Atlantis“ und die „Discovery“, in Rente geschickt. Die Nasa hofft, dass die Fähren noch so lange durchhalten.

In letzter Zeit gab es mal Probleme mit dem Hitzeschild, mal vermasselten defekte Tanksensoren den Start. In diesem Jahr geriet der Start der „Discovery“ bereits zur Geduldsprobe. Anfang Februar sollte der Shuttle abheben, doch erst Mitte März ging es los. Hartnäckige Probleme mit Ventilen am Außentank sowie ein Leck an einer Wasserstoffleitung führten zu mehreren Startverzögerungen.

Hauptaufgabe während der 16-tägigen „Endeavour“-Mission soll es sein, eine gut vier Tonnen schwere Logistikplattform am japanischen Raumlabor Kibo anzubringen. Darauf sollen später Instrumente für Experimente im All installiert werden. „Eine Veranda im Weltall“, so nennt die Nasa die Plattform. Dort sollen etwa eine Röntgenkamera sowie Instrumente zur Untersuchung von kosmischem Staub installiert werden. Insgesamt sind fünf Außeneinsätze der Astronauten vorgesehen.

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