Raumfahrt
Endeavour-Crew untersucht Schaden am Hitzeschild

Die Besatzung der US-Raumfähre Endeavour hat ihr Fluggerät auf mögliche Schäden untersucht. Derweil bereit sich die Internationale Raumstation ISS auf einen Rekordbesuch vor.
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HB CAPE CANAVERAL. Die Besatzung der US-Raumfähre Endeavour hat die beim Start entstandenen Schäden am Shuttle untersucht. Die sieben Astronauten verwendeten dafür einen lasergesteuerten, 30 Meter langen Greifarm. Damit ließen sich jedoch nicht alle Schäden am Hitzeschutzschild inspizieren, so dass die Raumfahrtbehörde Nasa zusätzlich weiteres Fotomaterial auswerten will.

Im Mittelpunkt der Untersuchungen stand die Frage, wie sich mehrere Trümmerteile vom Treibstofftank lösen und die Unterseite der "Endeavour" treffen konnten. Die Teile hätten sich von einer normalerweise unkritischen Stelle des Tanks gelöst, so der Leiter der Raummission, John Shannon. "Wir stehen vor einem kleinen Rätsel." Shannon betonte jedoch zugleich, dass die Schäden aller Voraussicht nach unbedenklich seien.

Die Untersuchung mit dem Greifarm ist seit dem Absturz der "Columbia" vor sechs Jahren Routine bei Shuttle-Flügen. Die "Columbia" zerbarst beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre, weil bereits bei ihrem Start ihr Hitzeschutzschild von Trümmerteilen der Treibstofftanks beschädigt worden war.

Die "Endeavour" war am Mittwochabend Ortszeit im sechsten Anlauf in Cape Canaveral in Florida gestartet. Der eigentlich für Mitte Juni geplante Start musste wegen technischer Probleme und schlechten Wetters fünf Mal verschoben werden.

An Bord des Shuttles befindet sich der dritte und letzte Teil des japanischen Weltraumlabors "Kibo". Bordkommandeur Mark Polansky und seine Crew werden die ISS am heutigen Freitag erreichen. Dann wird sich dort erstmals eine Rekordzahl von 13 Menschen aufhalten - bislang waren es höchstens zehn. Während der auf 16 Tage angelegten Mission sind fünf Außenbordeinsätze geplant.

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