Raumfahrt
„Endeavour“-Start erneut verschoben

Das Wetter meint es nicht gut mit den Astronauten der US-Raumfähre Endeavour: Erneut musste die Nasa den Start ihres Shuttles wegen einer Schlechtwetterfront verschieben.
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dpa WASHINGTON. Auch im fünften Anlauf ist der Start der US- Raumfähre „Endeavour“ mit sieben Astronauten an Bord am frühen Dienstagmorgen (MESZ) gescheitert. Wegen eines Gewitters und eines Sandsturms konnte das Shuttle nicht vom Weltraumbahnhof Cape Caneveral (US-Bundesstaat Florida) zur Internationalen Raumstation ISS abheben. Nun soll am Donnerstagmorgen ein sechster Anlauf gestartet werden, teilte die Nasa mit.

Die Wetteraussichten seien für diesen Termin wesentlich besser: Das Risiko, dass schlechtes Wetter den Start erneut verhindere, liege dann nur noch bei vierzig Prozent. Ursprünglich hätte der Orbiter bereits vor einem Monat auf die Reise gehen sollen.

Technisch sei die Endeavour bei den Startversuchen in den vergangenen Tagen völlig in Ordnung gewesen, so ein Nasa-Sprecher. „Doch das Wetter spielte einfach nicht mit.“ Obwohl die Wetterbedingungen bereits den ganzen Tag über schlecht waren, brach die Nasa den Countdown erst zehn Minuten vor dem Termin ab. Ein Start bei Schlechtwetter ist vor allem deshalb untersagt, weil tiefe Wolken und heftige Winde eine Notlandung bei technischen Problemen des Shuttle gefährden würden.

Der nächste Starttermin wurde für Mittwoch 18.03 Uhr Ortszeit festgelegt, das ist Donnerstagmorgen 0.03 Uhr deutscher Zeit. Das Startfenster sei dann für etwa zehn Minuten geöffnet. Zunächst hatte es geheißen, der früheste nächste Starttermin sei der 27. Juli: Anderenfalls könnten sich die „Endeavour“ und ein russischer „Progress“-Raumtransporter, der in zehn Tagen zur ISS starten soll, in die Quere kommen.

Hauptaufgabe während der auf 16 Tage an gelegten „Endeavour“- Mission ist es, eine Logistikplattform an der Außenwand des japanischen Raumlabor Kibo an der ISS anzubringen. Darauf sollen später Instrumente für Experimente im All installiert werden. Insgesamt sind für die Astronauten fünf Außeneinsätze geplant.

Ursprünglich sollte die Reise von „Endeavour“ bereits vor einem Monat beginnen. Doch dann lief bei der Nasa allerhand schief. Bei den ersten zwei Startterminen machte jeweils ein Tankleck einen Strich durch die Rechnung. Dann gab es in der Nacht zum Samstag mehrere Blitzeinschläge an der Startrampe. Ein vierter Startanlauf musste ebenfalls wegen eines nahen Gewitters am Sonntagabend abgeblasen werden.

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