Raumfahrt Erfolgreicher Ariane-Start nach Pannen-Mission

Erfolg für Europas Vorzeige-Rakete: Gut zwei Monate nach einer Pannen-Mission brachte eine Ariane 5 zwei Satelliten ins All.
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Zwei Satelliten brachte die Ariane-5-Rakete in den Weltraum. Quelle: AFP
Start ins All

Zwei Satelliten brachte die Ariane-5-Rakete in den Weltraum.

(Foto: AFP)

KourouMehr als zwei Monate nach dem Pannenflug einer Ariane 5 hat die europäische Trägerrakete erfolgreich zwei Satelliten ins All gebracht. Die Rakete hob am späten Donnerstagabend deutscher Zeit vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana ab, wie der Betreiber Arianespace mitteilte.

An Bord hatte sie die Telekommunikationssatelliten DSN-1/Superbird-8 und HYLAS 4 für Unternehmen aus Japan und Großbritannien. Beide wurden in ihren geplanten Umlaufbahnen ausgesetzt.

Es war der erste Start einer Ariane 5 seit dem Fehler am 25. Januar. Damals war eine Trägerrakete unmittelbar nach dem Start von ihrer vorgesehenen Flugbahn abgewichen. Die zwei transportierten Satelliten wurden dadurch am falschen Ort ausgesetzt.

Diese neuen Raketen sollen bald ins All fliegen
Bloostar
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Die zwei Meter große Rakete Bloostar von Zero 2 Infinity startet von einem Ballon in der Stratosphäre aus ins All. Sein erster Start ist für 2019 geplant. Ein Start kostet vier Millionen Dollar. Ihre Nutzlast: 0,08 Tonnen.

RocketLab Electron
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Die Electron wurde von Rocket Lab teilweise per 3-D-Druck hergestellt. Sie soll noch 2017 das erste Mal starten - für 4,9 Millionen Dollar. So viel kostet ein Start der Electron. Ihre Größe: 17 Meter. Ihre Nutzlast: 0,15 Tonnen.

SpaceX
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Wohl eine der bekanntesten unter den neuen Raketenmodellen ist die Falcon Heavy von SpaceX. Sie soll ebenfalls 2017 das erste Mal an den Start gehen. Obwohl sie wiederverwendbar ist, kostet ein Start 90 Millionen Dollar. SpaceX will die 70 Meter große Rakete mit einer Nutzlast von 64 Tonnen 2018 mit einem Raumschiff gekoppelt zum Rundflug um den Mond schicken.

Recycling-Rakete
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Das Interplanetary Transport System gehört ebenfalls zum Portfolio von SpaceX und ist deshalb ebenso wiederverwendbar. Sie soll nach ihrem ersten Start 2025 100 Menschen zum Mars bringen können. 62 Millionen Dollar kostet ein Start der 122 Meter großen Rakete, die eine Nutzlast von 450 Tonnen bietet.

Launcher One
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Die Launcher One von Virgin Galactic fliegt von einem Boeing-Jet aus ins All. Ihr erster Start wird 2018 anvisiert und soll weniger als 10 Millionen Dollar kosten. Größe: 70 Meter. Nutzlast: 0,23 Tonnen.

Blue Origin
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Die Rakete New Glenn von Blue Origin soll den wiederverwertbaren Raketen von SpaceX Konkurrenz machen. Sie soll 2020 zum ersten Mal starten und dann eine Landefähre zum Mond fliegen. Was ein Start der 95 Meter hohen Rakete dann kosten könnte, gibt das Unternehmen bislang nicht bekannt. Nutzlast: 45 Tonnen.

Ripple Aerospace
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Eine Besonderheit bietet die Sea Serpent One von Ripple Aerospace. Diese 36 Meter große Rakete startet aus dem Meer, braucht also keinen Weltraumbahnhof um abzuheben. Was ein solcher Start kostet, ist nicht bekannt. Die Nutzlast dieser Rakete: 2,6 Tonnen.

Eine Untersuchung ergab, dass ein falscher Horizontalwinkel verwendet worden war. Der europäische Raketenbetreiber Arianespace und sein Mutterkonzern ArianeGroup hatten daraufhin zugesagt, die Kontrollen vor dem Start zu verbessern.

Die beiden Satelliten gingen durch den Zwischenfall nicht verloren, der Kontakt zu ihnen konnte später hergestellt werden. Sie sollten mit ihren eigenen Antrieben an die richtige Position gebracht werden.

Die Ariane 5 gilt eigentlich als sehr zuverlässig, sie hatte zuvor 82 erfolgreiche Missionen in Serie absolviert. Bei der neuen Mission transportierte die Rakete nun insgesamt 10,26 Tonnen Fracht. Für dieses Jahr sind bis zu fünf weitere Ariane-5-Flüge geplant.

Die Ariane 5 ist die größte Trägerrakete im Arsenal von Arianespace. Das Unternehmen transportiert Satelliten außerdem mit der kleinen europäischen Vega-Rakete und Sojus-Raketen aus russischer Fertigung ins All.

Durch neue Anbieter wie das amerikanische Unternehmen SpaceX hat sich der Wettbewerb im Trägerraketen-Geschäft in den vergangenen Jahren deutlich verschärft. Europa arbeitet deshalb am Nachfolgemodell Ariane 6, das Fracht deutlich günstiger ins All bringen soll als die Ariane 5. Der erste Start ist für 2020 geplant.

Die ArianeGroup, ein Gemeinschaftsunternehmen von Airbus und dem französischen Triebwerkshersteller Safran, entwickelt die neue Rakete im Auftrag der Europäischen Weltraumorganisation Esa.

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  • dpa
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