Raumfahrt
Esa will Ariane weiterentwickeln

Die Europäische Weltraumorganisation (Esa) will die Trägerrakete Ariane fünf weiterentwickeln und ihre Forschungsprogramme langfristig absichern.

dpa BERLIN. Die Europäische Weltraumorganisation (Esa) will die Trägerrakete Ariane fünf weiterentwickeln und ihre Forschungsprogramme langfristig absichern. Wie ein Esa-Sprecher am Montag in Berlin mitteilte, rechnet die Organisation mit einem Etat von 8,8 Mrd. Euro für die kommenden drei Jahre, was in etwa dem langjährigen Durchschnitt entspreche.

Zuvor hatte Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) die zweitägige Tagung des Esa-Ministerrates eröffnet. Er gab den Vorsitz des Ministerrats turnusmäßig an den niederländischen Wirtschaftsminister und stellvertretenden Ministerpräsidenten Laurens Jan Brinkhorst ab.

Für die Esa ist das Ariane-Programm entscheidend, um auf Gebieten wie der Erdbeobachtung, der Meteorologie, der Telekommunikation oder der Navigation weiter einen unabhängigen Zugang zum All zu haben. Das Programm ist nach wie vor auf Subventionen angewiesen. Mit 40 Verträgen für kommerzielle Satellitenstarts ist das Auftragsbuch der Betreiberfirma Arianespace nach Angaben des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zwar prall gefüllt. Allerdings sind wegen des harten Konkurrenzkampfes vor allem mit Russland die Weltmarktpreise für Satellitenstarts gefallen. Deutschland ist am Ariane-Programm mit 22 Prozent beteiligt und damit zweitstärkster Partner nach Frankreich. Das Raumfahrtprogramm sichert in Deutschland rund 1 000 Arbeitsplätze in etwa 170 Unternehmen.

Die Minister werden am Dienstag über das Esa-Budget entscheiden. Der Organisation gehören 17 europäische Länder an. Kanada ist assoziiert. Die neuen EU-Staaten haben Beobachterstatus. Das europäische Weltraumkontrollzentrum Esoc sitzt in Darmstadt. Von dort werden die europäischen Satelliten gesteuert.

Nach Einschätzung von Co-Chef des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS, Noël Forgeard, ist Deutschland in der Luft- und Raumfahrt auf dem richtigen Weg. „Die Signale des Koalitionsvertrags empfinde ich als ausgesprochen positiv“, sagte Forgeard der Zeitung „Die Welt“ (Montag). Es gebe deshalb keinen Grund, an der politischen Unterstützung der Branche in Deutschland zu zweifeln. Der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (Bdli) hatte in den vergangenen Wochen von der Bundesregierung deutlich mehr Unterstützung als bisher verlangt.

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