Raumfahrt-Kollegen zu Armstrongs Tod
„Ich werde meinen Freund Neil vermissen“

Neil Armstrongs Mond-Missions-Kollegen Buzz Aldrin und Michael Collins haben ihre tiefe Trauer um den Tod der Astronauten-Legende ausgedrückt. Auch von der EU und aus Deutschland kommen die ersten Reaktionen.
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WashingtonDie Welt trauert um den ersten Menschen auf dem Mond: US-Astronauten-Legende Neil Armstrong starb im Alter von 82 Jahren an den Folgen einer Herz-Operation, wie seine Familie am Samstag mitteilte. Während US-Präsident Barack Obama Armstrong als einen der „größten amerikanischen Helden aller Zeiten“ würdigte, erklärten seine einstigen Raumfahrer-Kollegen, sie würden den Kommandanten der Apollo-11-Mission vermissen.

Armstrong war am 20. Juli 1969 mit Buzz Aldrin mit der Fähre „Eagle“ auf dem Mond gelandet, während ihr Kollege Michael Collins im Kommandomodul in der Mondumlaufbahn blieb. Armstrong stieg als erster aus und wurde damit zum ersten Menschen auf dem Erdtrabanten. Den historischen Moment kommentierte er mit den legendären Worten: „Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit.“

Rund eine halbe Milliarde Menschen verfolgte damals die Mondlandung im Fernsehen. „Praktisch die ganze Welt hat diese denkwürdige Reise mit uns unternommen“, erinnerte sich Aldrin in einer Reaktion auf Armstrongs Tod. Er habe gehofft, ihn und Collins 2019 bei den Feiern zum 50. Jahrestag der Mondlandung wiederzusehen. „Ich werde meinen Freund Neil vermissen.“ Auch Collins erklärte: „Er war der Beste, und er wird mir schrecklich fehlen.“

„Neil war unter den größten amerikanischen Helden - nicht nur seiner Zeit, sondern aller Zeiten“, erklärte Obama. Er und seine Astronautenkollegen hätten damals die „Hoffnungen einer ganzen Nation“ getragen. Das Streben, immer weiter ins All vorzudringen, werde bleiben - „angetrieben von einem Mann, der uns die enorme Kraft eines kleinen Schrittes gelehrt hat“. US-Verteidigungsminister Leon Panetta sagte, Armstrong habe „Generationen von Amerikanern inspiriert“.

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso würdigte Armstrong als „Inspirationsquelle für die ganze Menschheit“. Die Apollo-Mission sei zu einem Symbol für alle geworden, die das Unbekannte erforschen und ihre Träume verwirklichen wollten. Der Luft- und Raumfahrtkoordinator der Bundesregierung, Peter Hintze (CDU), erklärte, Armstrong stehe „in der Entdeckergeschichte der Menschheit auf einer Stufe mit Christoph Kolumbus“. Seine berühmten Worte auf dem Mond zählten „zu den wichtigsten Worten des 20. Jahrhunderts.“

Der 1930 geborene Armstrong war schon früh von Flugzeugen fasziniert. Als Teenager arbeitete er auf einem nahegelegenen Flughafen und nahm Flugstunden, an seinem 16. Geburtstag erhielt er seinen Pilotenschein. Im Korea-Krieg flog Armstrong als Navy-Pilot 78 Einsätze. Der studierte Luftfahrttechniker wurde 1955 Testpilot auf dem Luftwaffenstützpunkt Edwards in Kalifornien, wo er rund 50 verschiedene Flugzeugtypen flog. Sieben Jahre später wählte ihn die NASA für das Astronautentraining aus.

Nach seiner Astronauten-Karriere, die 1971 endete, lehrte Armstrong noch rund ein Jahrzehnt lang Luftfahrttechnik an der Universität von Cincinnati. Außerdem gehörte er den Vorständen mehrerer Konzerne an, darunter die Luftfahrtunternehmen Lear Jet und United Airlines sowie der Konzern Marathon Oil. Sein weltweiter Ruhm nach der Mondlandung war ihm Zeit seines Lebens unangenehm, das Rampenlicht mied er.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Ich kann mich noch an den 21. Juli 1969 erinnern. Ich blieb, damals 14 Jahre alt, gegen den Willen meiner Eltern auf, um die erste Mondlandung unbedingt mitzuerleben. Um 3.56 Uhr war es dann soweit: Neil Armstrong betrat als erster Mensch den Mond...
    Jetzt, über 43 Jahre danach, hat Neil Armstrong seine letzte, große Forschungsreise angetreten...
    Ruhe in Frieden, Neil!

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