Raumfahrt
Moskauer „Marsflug“ gelandet

Nach mehr als drei Monaten in einem nachgebauten Raumschiff sind in Moskau ein Deutscher, ein Franzose und vier Russen von Wissenschaftlern in Empfang genommen worden. Der 29-jährige Oliver Knickel hatte mit den anderen fünf Männern genau 105 Tage lang einen Flug zum Mars simuliert.

dpa MOSKAU. Nachdem im Institut für biomedizinische Probleme das Siegel vor der Luke pünktlich um 12:00 MESZ zerschnitten wurde, stieg die in blaue Overalls gekleidete Crew lächelnd aus dem röhrenförmigen Modell.

"Jetzt haben wir eine Menge Erkenntnisse für nächste Missionen", so der Chef des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), Johann-Dietrich Wörner, der dem Bundeswehr-Hauptmann Knickel per Handschlag gratulierte. Danach gab es Blumensträuße für die Männer. Das einzigartiges Langzeit-Experiment soll Wissen für eine echte Mission zum Roten Planeten in einigen Jahrzehnten bringen.

Der nahezu isolierte Alltag in dem Modell wurde unter anderem von Forschern der Universität Erlangen überwacht. An dem rund 15 Mill. Euro teuren Experiment war auch die Europäische Weltraumbehörde Esa beteiligt. Der sonst in Eschweiler bei Aachen stationierte Knickel hatte sich gegen 5 600 Bewerber durchgesetzt.

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