Raumfahrt
Nasa bringt Mondsonden auf den Weg

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat ihre erste Mond-Mission seit elf Jahren gestartet. In Cape Canaveral hob in der Nacht zu Freitag eine unbemannte Rakete mit zwei Sonden ab. Das Duo hat unter anderem das Ziel, eine mögliche Rückkehr von Menschen auf den Erdtrabanten vorzubereiten.
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HB WASHINGTON. Mit der Entsendung zweier unbemannter Mond-Sonden wendet sich die US-Raumfahrtbehörde Nasa wieder dem Erdtrabanten zu. Ein Orbiter und eine Einschlag-Sonde hoben am Donnerstagabend um 23.32 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit an Bord einer Rakete von Cape Canaveral (Florida) aus in Richtung Mond ab. Die Nasa sprach von einem „fehlerlosen Start“.

Das Duo hat auch das Ziel, eine mögliche Rückkehr von Menschen auf den Erdennachbarn vorzubereiten. Die erste bemannte Mondlandung jährt sich am 21. Juli (MEZ) zum 40. Mal. Zuletzt hatten Amerikaner 1972 den Mond betreten. Danach hatte das Interesse der Nasa deutlich nachgelassen.

Der „Lunar Reconnaissance Orbiter“ (LRO) soll nach seiner Ankunft nach rund vier Tagen ein Jahr lang den Mond umkreisen, exakte Landkarten von der Oberfläche erstellen und damit geeignete Landeplätze für ein bemanntes Raumfahrzeug aufzeigen. Der „Lunar Crater Observation and Sensing Satellite“ (LCROSS) soll herausfinden, ob es in den lichtlosen Kratern an den kalten Mondpolen Wassereis gibt. Dazu werden der Satellit und vor ihm die verbrauchte obere Stufe der „Atlas“-Startrakete im Oktober gezielt auf die Mondoberfläche abstürzen.

Nach den Plänen des früheren Präsidenten George W. Bush sollen 2020 erstmals wieder Menschen den Mond betreten. Ziel ist demnach der Bau einer Station, die als eine Art Sprungbrett für eine erste bemannte Marsmission im Jahr 2037 dienen soll. Bush-Nachfolger Barack Obama lässt zurzeit aber alle bemannten laufenden und geplanten Nasa-Missionen auf das Kosten-Nutzen-Verhältnis überprüfen, vom Engagement für die ISS bis hin zum Mond-Mars-Programm.

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