Raumfahrt
Nasa entlässt „liebeskranke“ Astronautin

Harte Landung für die „liebeskranke“ „Discovery“-Astronautin Lisa Nowak: Fünf Tage nach der Anklage wegen versuchter Entführung gegen die 43-Jährige hat die US-Weltraumbehörde sie von der Liste ihrer Astronauten gestrichen.

dpa WASHINGTON. Harte Landung für die „liebeskranke“ „Discovery“-Astronautin Lisa Nowak: Fünf Tage nach der Anklage wegen versuchter Entführung gegen die 43-Jährige hat die US-Weltraumbehörde sie von der Liste ihrer Astronauten gestrichen.

Der Nasa fehlten die „administrativen Mittel, um angemessen mit den rechtlichen Vorwürfen gegen Nowak umzugehen“, hieß es in einer Mitteilung vom Mittwoch.

Die in ihren Astronauten-Kollegen William Oefelein verliebte Mutter von drei Kindern hatte Anfang Februar in Florida einer mutmaßlichen Nebenbuhlerin aufgelauert und sie dabei auch attackiert. Nowak war dazu 1 500 Kilometer weit von Houston (US-Bundesstaat Texas) nach Orlando in Florida mit dem Auto gefahren und hatte dabei Windeln getragen, um keine Pausen einlegen zu müssen.

Die Nasa betonte in ihrer Mitteilung vom Mittwoch, dass sie mit ihrem Entschluss keinerlei Wertung der Vorwürfe gegen Nowak zum Ausdruck bringe. Da sie Beschäftigte der US-Marine sei, werde diese über ihr künftiges Einsatzgebiet entscheiden.

Neben versuchten Kidnappings „mit dem Vorsatz des Zufügens körperlichen Schadens“ werden ihr in der offiziellen Anklage auch bewaffneter tätlicher Angriff und Diebstahl sowie Körperverletzung angelastet. Die Ex-Astronautin war zunächst auch unter dem Vorwurf des versuchten Mordes in Untersuchungshaft festgehalten worden. Dieser Anklagepunkt wurde allerdings fallen gelassen. Dennoch drohen ihr weiterhin Jahre hinter Gittern.

Die Polizei hatte Nowak am 5. Februar auf dem Flughafen von Orlando festgenommen. Auf dem Parkplatz des Airports hatte die Astronautin ihrer mutmaßlichen Rivalin, der Luftwaffen-Offizierin Colleen Shipman, aufgelauert und sie mit Pfefferspray angegriffen. Shipman konnte mit ihrem Auto entkommen und Alarm schlagen. Die Polizei stellte später bei Nowak, die im Sommer 2006 an Bord des Shuttle „Discovery“ zur Internationalen Raumstation ISS geflogen war, unter anderem ein Messer und eine Luftdruckpistole sicher. Die Astronautin ist gegen eine Kaution von 25 000 Dollar (rund 19 500 Euro) frei, muss aber eine elektronische Fußfessel tragen.

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