Raumfahrt
Nasa gibt grünes Licht für Shuttle-Start

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat grünes Licht für den Start der Raumfähre „Discovery“ am Donnerstag kommender Woche gegeben. Der Spaceshuttle werde um 21.36 Uhr Ortszeit (Freitag 03.36 MEZ) mit sieben Astronauten an Bord zur Internationalen Raumstation ISS fliegen.

dpa WASHINGTON/CAPE CANAVERAL. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat grünes Licht für den Start der Raumfähre „Discovery“ am Donnerstag kommender Woche gegeben. Der Spaceshuttle werde um 21.36 Uhr Ortszeit (Freitag 03.36 MEZ) mit sieben Astronauten an Bord zur Internationalen Raumstation ISS fliegen.

Das sagte der stellvertretende Nasa-Direktor Bill Gerstenmaier am Mittwoch in Cape Canaveral in Florida. Die „Discovery“ wird damit noch vor Weihnachten den deutschen Astronauten Thomas Reiter von der Raumstation zurück zur Erde bringen. Der 48-Jährige von der Europäischen Raumfahrtorganisation Esa war am 4. Juli zu einem rund fünfeinhalb Monate dauernden Weltraumeinsatz gestartet. An Stelle von Reiter wird die US- Astronautin Sunita Williams bis zum Sommer kommenden Jahres an Bord der Raumstation bleiben.

Die „Discovery“ wird erstmals seit dem tödlichen Unglück der Raumfähre „Columbia“ am 1. Februar 2003 wieder in der Nacht starten. Der Weltraumeinsatz dauert insgesamt zwölf Tage. Mit dem 49 Jahre alten Christer Fuglesang fliegt an Bord der Raumfähre erstmals ein Schwede ins Weltall.

Der Weltraumeinsatz der „Discovery“-Crew ist nach Angaben der Nasa der komplizierteste beim bisherigen Ausbau der Raumstation. Die „Discovery“, das Arbeitspferd unter den US-Raumfähren, transportiert ein als P5 bezeichnetes Versatzstück ins All, an dem später Solarsegel angebracht werden. Das elf Mill. Dollar (8,4 Mill. Euro) teure Segment ist etwa so groß wie ein Container.

Die Nasa-Astronauten werden zu drei Außenbordeinsätzen ins All aussteigen, die es allesamt in sich haben. Drei Tage hintereinander würden jeweils rund 4 000 Kommandos zur ISS gefunkt, sagte Gerstenmaier. Zum Vergleich: Schon den letzten Weltraumeinsatz der „Discovery“, als ein neues Paar Sonnensegel an der ISS angebracht wurde, nannte die Nasa höchst kompliziert. Dennoch funkte das Kontrollzentrum in Houston in Texas am Spitzentag nur 1 158 Signale ins All. Die Astronauten werden aber nicht nur das neue Versatzstück anbringen, sondern auch noch das Kabelsystem in Ordnung bringen.

Es ist der 20. Flug eines Spaceshuttles zur ISS, die bis zum Jahr 2010 ihre endgültige Größe erreichen soll. Sollte es beispielsweise wegen schlechten Wetters am 7. Dezember nicht mit einem Start klappen, bleibt der Nasa noch bis 17. Dezember für weitere Versuche Zeit.

Wegen der Sicherheitsauflagen nach dem „Columbia“-Unglück hätte die Raumfähre eigentlich noch bei Tageslicht starten müssen, damit vom Außentank abfallende Stücke Schaumstoff gefilmt werden können. Tests haben jedoch ergeben, dass die Feststoffraketen in den ersten zwei kritischen Minuten nach dem Start ein solches Feuerwerk im Abendhimmel zünden, dass die am Außentank und in der Raumfähre installierten Kameras ausreichend Licht haben. Die Nasa wähnt sich auch auf der sicheren Seite, weil mit einem neuen Roboterarm der Hitzeschild der Raumfähre von der Bugnase bis zum Heck im Weltall inspiziert werden kann.

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