Raumfahrt
Nasa testet Sonnensegel im All

Sonnensegel gelten als Raumschiffantrieb der Zukunft. Doch bislang scheiterten die meisten Versuche, die hauchdünnen Folien unter Weltraumbedingungen zu entfalten. Die US-Weltraumbehörde Nasa hat jetzt eine neue Testrakete gestartet.
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DÜSSELDORF. Per Sonnensegel zu fernen Planeten segeln – dieser Vision ist die US-Weltraumbehörde Nasa ein Stück näher gekommen. Vergangenen Freitag startete von Alaska aus eine Rakete ins All. An Bord: NanoSail-D – ein hauchdünnes Stück Folie, auf das Raumfahrtexperten große Hoffnungen setzen.

Sonnensegel gelten als eine mögliche Antriebstechnik künftiger Raumschiffgenerationen. Die großflächigen, an Alufolie erinnernden Segel nutzen den Strahlungsdruck der Sonne aus. Was die Segel letztlich „bläht“, sind Lichtteilchen, so genannten Photonen. Vorteil: In Sonnennähe steht eine unbegrenzte Menge an Treibstoff zur Verfügung, der zudem nicht als Ballast mitgeführt werden muss.

Der schwache Schub, vergleichbar dem Strahl einer Spraydose, beschleunigt das Raumschiff allerdings nur langsam, zunächst um wenige Millimeter in der Sekunde. Da er jedoch kontinuierlich wirkt, könnte ein Raumschiff letztlich Geschwindigkeiten erreichen, die heute noch utopisch erscheinen.

Experten halten 100 Kilometer pro Sekunde innerhalb des Sonnensystems für möglich. Zum Vergleich: Die schnellsten von Menschen bisher gebauten Raumfahrzeuge, die Sonden des Voyager-Programms, fliegen mit 15 Kilometern pro Sekunde durchs All. Theoretisch wären mit dem Sonnensegel sogar Flüge zu anderen Sternen möglich.

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